EUROPÄISCHE BÜRGERINITIATIVE ECI FOR FUTURE

Die EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative ECI FOR FUTURE braucht 1 Million Unterschriften! ECI steht fĂŒr eine europaweite BĂŒrgerinitiative fĂŒr Maßnahmen zur Einhaltung des 1.5 Grad Ziels. Sorge dafĂŒr, dass die EU, die in Sachen Klimaschutz mĂ€chtiger ist als die Nationalstaaten, auf Kurs gebracht wird!

Die konkreten Forderungen lauten:

  • Die EU soll ihre national festgelegten BeitrĂ€ge (NDC*) im Rahmen des Übereinkommens von Paris bezĂŒglich einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80 % bis 2030 und der Erreichung der Netto-Null bis 2035 verschĂ€rfen und die europĂ€ischen Klimaregelungen dementsprechend anpassen.
  • Ein EU-Grenzausgleichssystem fĂŒr CO2 soll eingefĂŒhrt werden.
  • Es sollen keine FreihandelsvertrĂ€ge mit Staaten abgeschlossen werden, die sich nach Bewertung durch den Climate Action Tracker nicht an die Vorgabe von 1,5 °C halten.
  • Die EU soll kostenloses Unterrichtsmaterial ĂŒber die Auswirkungen des Klimawandels fĂŒr alle Mitgliedsstaaten zur VerfĂŒgung stellen.

Möchtest du unterschreiben? Dann klicke hier:  https://eci.fridaysforfuture.org/de

Möchtest du mehr Infos zu den Forderungen? Dann schau doch mal hier vorbei: https://eci.fridaysforfuture.org/de/learn-more/

Vielen Dank fĂŒrs Mitmachen!

PS: Die Petition darf gerne auch geteilt werden! 🙂

Kinderseite online

Seit heute hat die Webseite von Fridays For Future Heidelberg eine Kinderseite! Am 24.04.2020 wurden anlĂ€sslich des globalen Klimastreiks in der RNZ von uns RĂ€tsel veröffentlicht, die jetzt auch auf der Webseite zum Downloaden und RĂ€tseln zu finden sind. Es gibt sowohl einfache RĂ€tsel, als auch schwierigere und zudem einen kleinen Infotext. Auf der gleichen Seite werden in Zukunft weitere Materialien veröffentlicht. Viel Spaß dabei!

HĂ€usliche Gewalt in Krisenzeiten

(Domestic violence in times of crises – English version below)

Krisen verstÀrken stets die Auswirkungen globaler, sozialer und ökonomischer Ungerechtigkeiten. Sie machen dabei die MachtverhÀltnisse sichtbar, in denen wir leben. Wie auch die Klimakrise befeuert die Coronakrise bestehende Probleme.
So zum Beispiel die hÀusliche Gewalt. Ausgehend von Berichten aus China oder Italien ist auch in Deutschland mit einem Anstieg der hÀuslichen Gewalt und Misshandlung zu rechnen. Diese richtet sich hÀufig besonders gegen Frauen* und Kinder.
Ein gesellschaftlicher Wandel weg vom Patriarchat und veralteten Machtstrukturen – auch auf privater Ebene – ist dringend nötig.
Aber zuallererst mĂŒssen wir jetzt an die Betroffenen denken!
Denke immer daran: Niemand, wirklich niemand hat ein Recht daran, Dir etwas anzutun, was Du nicht willst!
Wenn Du hÀusliche Gewalt erfÀhrst bist Du nicht allein! Es gibt Hilfe.

Bitte mach Gebrauch von diesen Nummern:
Hilfe-Telefon Gewalt gegen Frauen (Bundesamt): 08000 116 016
Bundesweite Opfer Telefon (WEISSER RING): 116 006
FĂŒr Kinder/Jugendliche (NummerGegenKumner) 116 111

Oder auch den Stellen direkt in Heidelberg:
FĂŒr Frauen:(Frauenhaus): 06221 833088 (Notfallnummer): 06221 831282
FĂŒr MĂ€nner (MĂ€nnernotruf): 06221 6516767

English version

Apperently big crises always amplify the impact all different kinds of injustice. The climate crisis and the corona crisis both intensify existing problems. Due to the isolation in times of corona and in view of the reports from China or Italy we reckon with an increase of domestic violence.
Always keep in mind: Noone, really noone has any right to lay one’s hand on you!
If you are a victim you are not alone! There is help!

Please make use of one of these numbers:
Violence against Women Support Hotline (federal agency): 08000 116 016
National victim telephone (WEISSER RING): 116 006
For Children/Youths (National Help Hotline for Children and Youths): 116 111

Or even in Heidelberg:
For Women (Women’s Shelter HD): 06221 833088 (Emergency Number): 06221 831282
For Men (Emergency Number For Men): 06221 6516767

©Danke an Marit Brunnert fĂŒr das Bild

Telefonkonferenz fĂŒr Neue – Hast du Lust?

Na? Sitzt Du auch gerade zuhause fest doch wĂŒrdest lieber coole Menschen treffen und/oder die Klimakrise bekĂ€mpfen? Na dann komm doch zur Newcomer Telefonkonferenz! Denn da bist Du bei uns genau richtig! Neben der Solidarisierung in Zeiten Coronas mit #HDsolidarisch arbeiten wir auf allen Ebenen weiter und bleiben aktiv. Und wir freuen uns immer ĂŒber neue Gesichter in der Bewegung und werden eine Telefonkonferenz hosten fĂŒr diejenigen, die Bock haben, sich das mit diesen FridaysForFuture mal genauer anzuschauen. Also sag deinen Freund*inne Bescheid und lerne uns kennen, wir freuen uns auch Dich!

Wann? Montag, den 06.04. um 16:00 Uhr

Wie/Wo? DafĂŒr braucht ihr nur die *zoom app* (gratis download) und auf den link unten klicken, wo wir euch zeigen, wie es im Moment bei uns lĂ€uft:
Zoom-Meeting:
https://zoom.us/j/214216108

Auch per Telefon könnt ihr euch einwÀhlen, indem ihr folgende Nummer anruft und dann die Meeting-ID eingebt:
+496971049922
Meeting-ID: 214 216 108

Falls Du noch irgendwelche Fragen zu Zoom oder Sonstigem hast, schreib uns einfach!

Hey you! Would you also rather meet some nice folks and/or fihght the climate crisis rather than sitting at home? Well, then you are lucky! Because that’s what we do at FridaysForFuture! Especially for newcomers we want to host a conference call next Monday. We will probably speak German most of the time but if you are interested in getting involved just leave us a message so we can get in touch 🙂

NewcomerTK

Was hat Klimaschutz mit Feminismus zu tun?

Zur Zeit dreht sich alles um Corona. Auch wir erkennen die Krise und wollen natĂŒrlich nicht, dass sie durch Streiks verschlimmert wird. Allerdings ist es auch wichtig, den Blick auf andere globale Probleme nicht zu verlieren.
Vor wenigen Wochen, am 08.03., war internationaler Frauen*tag. Auch wir waren mit FfF bei der Frauen*kampftagsdemo

Viele haben uns daraufhin gefragt, wie die Geschlechtergleichheit mit der Klimagerechtigkeit zusammenhĂ€ngt, deshalb werden wir probieren, sie im folgenden Text nĂ€her zu erklĂ€ren 🙂


Es ist kein Geheimnis, dass gerade die Menschen auf der Welt unter der Klimakrise leiden werden, die sowieso schon benachteiligt sind. Also auch viele Frauen auf der Welt. Denn Gleichberechtigung ist noch lange kein gelöstes Problem in unserer Gesellschaft.
Es ist erwiesen, dass weniger Frauen die Klimakrise ĂŒberleben werden als MĂ€nner. Und das nicht, weil Frauen schwach sind, sondern weil ihnen in unserer Gesellschaft vermehrt grundlegende Rechte wie Bildung nicht zugestanden werden. Viele Frauen* können nicht schwimmen, was in Zeiten von Hochwasser extrem gefĂ€hrlich wird. Außerdem werden MĂ€dchen, wenn in den Familien durch die Klimakrise Armut herrscht, als erstes aus den Schulen genommen, wĂ€hrend die Jungs meistens noch weiter lernen dĂŒrfen. Wenn es zu einer Flucht kommt, werden hauptsĂ€chlich Frauen zurĂŒckgelassen, wĂ€hrend den MĂ€nnern das Recht auf Leben als erstes gewĂ€hrleistet wird.
Wenn es um den Mitentscheid an der Klimapolitik geht, sind Frauen* deutlich unterreprÀsentiert.
Das liegt an unserem System und den patriarchalischen Strukturen, die durch die Klimakrise noch mehr in den Vordergrund geraten. Diese gilt es zu ĂŒberwinden!
Selbst in Deutschland bei FfF arbeiten wir gegen sexistisches Verhalten, was hĂ€ufig unbewusst in Diskussionen ausgeĂŒbt wird und ĂŒberwunden werden muss.
Wer also fĂŒr eine bessere Welt kĂ€mpft, kĂ€mpft automatisch auch fĂŒr die Gleichberechtigung ALLER Geschlechter. Wir können die Welt nur retten, wenn wir alle Menschen miteinbeziehen und mitentscheiden lassen. Im Endeffekt kĂ€mpfen wir alle fĂŒr die gleichen Ziele.Weitere Artikel dazu: https://taz.de/Studie-zur-Erderwaermung/!5660937/

Wieso Rassismus und die Klimakrise untrennbar sind

Der schreckliche Terroranschlag in Hanau hat es uns nochmal auf deutliche Weise vor Augen gefĂŒhrt: Rassismus und Faschismus sind akute Probleme unserer Gesellschaft. Was sagt es ĂŒber unsere Mediengesellschaft aus, dass dieses Thema nach einigen Tagen wieder verflogen ist? Wie kann solch eine Tat im “allgemeinen Nachrichtenfluss” untergehen? Und das in einem Land mit solch einer Vergangenheit.
Deswegen möchten wir hier klar stellen, dass der Kampf gegen diesen Rassismus und Faschismus ganz klar mit unserem Kampf gegen die Klimakrise verbunden ist.
Denn betrachten wir das Thema Klimagerechtigkeit: Was bedeutet das? Es stellt sich gegen die Ungerechtigkeit, die die Klimakrise mit sich bringt. NĂ€mlich, dass die Menschen am allerschlimmsten von ihr betroffen sind, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen. Menschen im globalen SĂŒden verlieren jetzt schon LebensrĂ€ume und haben mit ErnteausfĂ€llen zu kĂ€mpfen, wĂ€hrend in Mitteleuropa lediglich ein paar heißeste Sommer zu spĂŒren sind. Dabei ist es der globale Norden, der diese Klimakrise hauptsĂ€chlich zu verantworten hat. Und diese globale Ungerechtigkeit liegt nunmal Rassismus in Form postkolonialer Strukturen zugrunde. Der globale SĂŒden wurde und wird(!) vom globalen Norden extrem ausgebeutet. Es herrscht alles andere als Chancengleichheit und der Klimawandel und seine Folgen bringen das nochmal auf ganz anderer Weise zur Geltung. Deswegen nennen wir die Klimakrise “rassistisch” oder auch “sexistisch”, obwohl es streng genommen um das System geht, das ihr zugrunde liegt. Es geht um den Kampf auf vielen Ebenen. Die Klimakrise zu bekĂ€mpfen heißt somit, auch andere Ungerechtigkeiten zu ĂŒberwinden. Es gibt keinen Klimaschutz, der nicht auch gegen Ausbeutung, Postkolonialismus, Sexismus oder Rassismus auf allen Ebenen kĂ€mpft!
(Postkolonialismus ist quasi das Fortbestehen gewisser Strukturen bezĂŒglich Macht, Kultur, Ausbeutung und Wirtschaft, die im Zuge der Kolonialisierung entstanden sind. Der globale Norden mit seinen “IndustrielĂ€ndern” hat nicht nur hunderte Jahre vom Kolonialismus und der systematischen Ausbeutung der LĂ€nder im globalen SĂŒden “EntwicklungslĂ€nder” profitiert, sondern tut es heute noch.)

FFF bietet online Webinare ĂŒber Klimagerechtigkeit an: #WirBildenZukunft

Auch wenn sich die Nachrichten bezĂŒglich Corona derzeit ĂŒberschlagen, vergessen wir die Klimakrise nicht!
Um die Zeit zu Hause fĂŒr euch und uns interessanter (und informativer) zu gestalten, geht es auch diese Woche weiter mit unserer Webinar-Serie #WirBildenZukunft! Dazu haben wir eine eigene Seite eingerichtet, die ihr hier findet. Aktuelle Informationen gibt es auch immer auf der Webseite von Fridays For Future Deutschland und auf YouTube auf unserem FfF Deutschland Channel: https://www.youtube.com/channel/UCZwF7J5rbyJXBZMJrE_8XCA

SolidaritÀt in der Coronakrise

Hallo an alle Heidelberger*innen und Umliegende,
wir von FFF Heidelberg gehören zu einer sehr privilegierten Gesellschaftsgruppe: Die meisten von uns haben keinen Job zu riskieren, mĂŒssen nicht unter immenser Belastung zum Dienst der Gesellschaft in der Pflege oder anderen verantwortungsvollen Berufen arbeiten und keine Kinder zu Hause betreuen. Wir sind jung und gehören meist nicht zur Risikogruppe. Außerdem haben wir mehr Zeit, jetzt wo Schulen und UniversitĂ€ten geschlossen werden.
Wir wollen der gesellschaftlichen Verantwortung, die diese Situation mit sich bringt, gerecht werden und möchten Menschen, die von der Coronakrise belastet sind, unterstĂŒtzen. Aus diesem Grund bieten wir an, fĂŒr alle die UnterstĂŒtzung brauchen, Nahrungsmittel oder Medikamente einzukaufen und nach Hause zu liefern (möglichst mit dem Fahrrad). Das betrifft nicht nur alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem, sondern auch Menschen, die ihre Kinder betreuen mĂŒssen sowie Menschen, die keine Zeit haben, weil sie mit ihrer Arbeit gerade Verantwortung fĂŒr die Gesellschaft ĂŒbernehmen.
Wenn ihr die Hilfe wahrnehmen wollt, dann meldet euch bei uns auf Instagram, Facebook, per Mail (fridaysforfuture_heidelberg@riseup.net) oder persönlich bei Paula oder Sophie (wa.me/4915773761678) und nennt dabei den Stadtteil, in dem ihr wohnt. Wir werden euch dann sagen, ob wir den Einkauf leisten können und euch mit einer fĂŒr euren Stadtteil verantwortlichen Person in Kontakt bringen, der ihr dann Details zum Einkauf und zum Wohnort sagen könnt. Wir liefern neben Heidelberg auch nach Eppelheim, Dossenheim, Schriesheim, Schwetzingen, Wiesloch, Edingen, Leimen und Walldorf.
Wenn ihr in unsere Rufbereitschaftsliste aufgenommen werden möchtet, dann meldet euch gerne bei uns und gebt uns eure Nummer und die Stadtteile, in die ihr liefern wĂŒrdet. Wir freuen uns, wenn wir möglichst viele Menschen auf Abruf haben, um möglichst alle Anfragen wahrnehmen zu können.
Lasst uns alle Krisen wie Krisen behandeln und als Gesellschaft solidarisch zusammenstehen! Leitet diese Nachricht möglichst oft weiter und meldet euch gerne bei RĂŒckfragen! Bleibt gesund!!💚

Antwort der Ruprecht-Karls-UniversitÀt Heidelberg auf den Forderungskatalog

Am 10.02.2020 hat das Rektorat Vertreter*innen von Fridays For Future zur Übergabe der Antworten auf unseren Forderungskatalog eingeladen. Dazu finden Sie hier unser vorlĂ€ufiges Statement:

“Ende November haben wir die UniversitĂ€t Heidelberg dazu aufgefordert, Stellung zu ihrer Verantwortung in der Klimakrise zu beziehen. Um auf unseren Forderungskatalog zu antworten, den wir Anfang des Semesters innerhalb von vier Wochen in unserer Freizeit ausgearbeitet haben, hat die UniversitĂ€t fast drei Monate gebraucht. Es hat jahrelange BemĂŒhungen verschiedener Hochschulgruppen und tausende Menschen auf dem Uniplatz gebraucht, damit sich nun endlich etwas bewegt. Wir, als Studierende und Aktivist*innen, fordern konkreten Klimaschutz auf allen Ebenen – allen voran auch von der Institution, von der wir Teil sind. Wir sind der Überzeugung, dass eine sog. ExzellenzuniversitĂ€t auch fĂŒr exzellenten Klimaschutz stehen muss.

Am Montag, 10.02.2020 hat uns die UniversitĂ€t medienwirksam Antworten auf unseren Forderungskatalog ĂŒbergeben. Auch wenn sie damit unsere Frist um einen Monat verpasst hat, so heißt es auch, dass sich das Rektorat endlich mit dem Thema auseinandersetzt. Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. In den letzten Tagen haben wir die Antworten gesichtet und mit einigen Expert*innen gesprochen. Unser Fazit: Die UniversitĂ€t ist sich eher den Grenzen ihres Handlungsspielraums als ihren Möglichkeiten bewusst. Sie duckt sich vor ihrer eigenen Verantwortung weg und verweist vor allem auf die ZustĂ€ndigkeit des Landes, die eigenen Forschungsinitiativen und auf den Bezug von Ökostrom. Aber Klimaschutz beginnt vor der eigenen HaustĂŒr und Ökostrom, der keine ArbeitsplĂ€tze in den erneuerbaren Energien schafft und keine Neuanlagen fördert, rettet bestimmt nicht das Klima.

Auf unsere Forderung, zeitnah einen Nachhaltigkeitsbericht vorzulegen, schreibt sie:

“Der Aufbau eines eigenen Berichtswesens im Bereich Nachhaltigkeit erfordert einen Vorlauf von mehreren Jahren und ist auf dem Weg.”

In mehreren Jahren mĂŒssen wir aber schon klimaneutral sein! Erst dann den aktuellen Stand zusammenfassen zu wollen, ist völlig unzureichend und zeigt, dass sich das Rektorat der Dringlichkeit des Themas noch immer nicht bewusst ist. Zu glauben, in diesem Schneckentempo das Pariser 1,5 Grad Ziel einzuhalten, ist naiv. Wir fordern die Uni deshalb nochmals eindringlich dazu auf, bis Mitte 2020 einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht vorzulegen. Wenn dafĂŒr die personellen Ressourcen fehlen, mĂŒssen diese eben schnellstmöglich geschaffen werden. Und ja: Auch die Landesregierung ist angehalten, mehr finanzielle Mittel fĂŒr diese Aufgaben zur VerfĂŒgung zu stellen. Es kann aber nicht sein, dass sich die Uni hinter diesem Umstand versteckt – alle Ebenen sind gefragt, ihren Beitrag zu leisten! Solche AusflĂŒchte werden wir nicht akzeptieren.

Die Uni schreibt aber auch, dass sie schon eine Divestmentstrategie verfolge und nur noch 2,5% ihres Vermögens in fossile Energien steckt. Das ist ein guter Schritt, aber eine solche Strategie muss nachvollziehbar sein. In welche Unternehmen wird genau nicht mehr investiert? Welche Kriterien gibt es bei der Entscheidung fĂŒr oder gegen Investitionen? Und investiert die UniversitĂ€t auch bewusst in sozial-ökologische Projekte, wie es die Stadt tut? Solche Fragen erfordern Transparenz.

Wir werden mit der UniversitĂ€t weiter im Dialog bleiben, weil es uns wichtig ist, dass sich endlich etwas bewegt. Wir geben uns nicht mit dem zufrieden, was wir bisher bekommen haben. Und wir werden keinen Versprechungen glauben, bis wir nicht Maßnahmen sehen.”

Hier finden Sie die offizielle Antwort der UniversitÀt.

Hier finden Sie einen Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 12.02.2020.

Unser Statement zum Klimaschutzaktionsplan

Pressestatement Verabschiedung Klimaschutzaktionsplan der Stadt Heidelberg

Wie von Fridays for Future gefordert hat der Gemeinderat in Heidelberg nach einem Jahr der Klimastreiks einen Klimaschutzaktionsplan in 30 Punkten verabschiedet.
Wir sehen diesen Beschluss als einen wichtigen Schritt in Richtung umfassenden Klimaschutzes.
Viel wichtiger als der Beschluss sind allerdings konkrete Maßnahmen, um die Ziele des Klimaschutzaktionsplans zu erreichen.
Einige Punkte des Aktionsplans sind zwar ambitioniert, aber lassen offen, wie sie tatsĂ€chlich umgesetzt werden sollen. Wir sehen in vielen Punkten, dass tausende Menschen auf den Straßen von Heidelberg nicht mehr ignoriert werden und auch unsere im April veröffentlichten Forderungen bei der Stadt Gehör finden. Allerdings liegt wirksamer Klimaschutz nicht allein in den HĂ€nden der Stadt, sondern auch ganz konkret bei Unternehmen und Institutionen wie zum Beispiel der IHK, der GGH, der UniversitĂ€t und zugehörigen Forschungseinrichtungen. Denn obwohl wir jetzt seit einem Jahr in Deutschland auf die Straße gehen und die Diskussion und auch Gemeinderatsentscheidungen aufs Thema Klimaschutz gelenkt haben, sehen wir noch kein zielfĂŒhrendes Maßnahmenpaket. Weder in Heidelberg, noch in Berlin. Die Bundesregierung hĂ€lt weiterhin am unzureichenden Klimapaket fest, womit sie am Klimaschutz scheitert. Es wird ĂŒberall geredet, doch gehandelt wird von wenigen. Seit der Veröffentlichung der Forderungen haben wir es in Heidelberg von “wir machen doch schon” zu der Einsicht von “es passiert fast nichts” geschafft. Einsicht ist vielleicht der erste Schritt zur Besserung, doch reduziert keinerlei Emissionen.
Solange keine konkrete Strategie vorliegt, wie der 30-Punkte-Plan auch in der notwedigen Geschwindigkeit eingehalten werden können, werden wir den Prozess weiterhin aufmerksam und kritisch verfolgen.
Dabei mĂŒssen alle das 1,5-Grad-Ziel vor Augen haben. Es ist die Messlatte fĂŒr alle Maßnahmen und Ziele.