Parteienpodium am 07.07. um 19 Uhr

Ihr wolltet schon immer mal wissen, was die Parteien aus Heidelberg zum Thema Klimaschutz zu sagen haben? Gemeinsam den Stadträt:innen auf den Zahn fühlen? Ob Heidelberg so grün ist, wie immer getan wird? Dann schaltet am Dienstag auf dem Youtube Kanal der Parents for future ein! Unter Demo Motto “Heidelberg for Future – Podiumsdiskussion über lokalen Klimaschutz” werden wir den Politiker*innen der Grünen, der CDU, der Linken, der SPD und der FDP mal so richtig schön auf den Pelz rücken und zusammen mit einer Co Moderation des Debating Clubs Löcher in den Bauch fragen🔥 Think global, act local
Ihr könnt auch mitmachen🙌 – schaltet euch einfach live dazu und schreibt eure Fragen in den Chat, die wir dann den Politiker*innen stellen werden 📲 Markiert’s euch im Kalender und legt euch Fragen zurecht!

 

Es nehmen teil:

Grüne: Dr. Ursula Röper
CDU: Matthias Kutsch
SPD: Sören Michelsburg
FDP: Benjamin Brandstetter
Linke: Sahra Mirow

Demonstration gegen das Kohlegesetz

Am Mittwoch Abend, dem 01. Juli, protestierten 200 Schüler:innen und Studierende auf der Neckarwiese gegen das Kohlegesetz, das am Freitag im Eilverfahren im Bundestag abgestimmt wird. Das Gesetz zementiert den Kohleausstieg bis 2038, was laut der Klimawissenschaft jedoch nicht mit dem 1,5°C- Ziel des Pariser Abkommens vereinbar ist. Deshalb fordern die Demonstrant:innen die Bundestagsabgeordneten auf, gegen das Gesetz zu stimmen und dieses in der Sommerpause mit Blick auf die Pariser Klimaziele zu überarbeiten. Schon seit einer Woche finden bundesweit Blockaden und Proteste von Organisationen wie Greenpeace und Ende Gelände statt.

„Wir müssen bis 2030 aus der Kohle aussteigen, um den deutschen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Der Entwurf zum Kohlegesetz ermöglicht noch für knapp zwei Jahrzehnte Verbrennung dieses dreckigen, unwirtschaftlichen und zerstörerischen Energieträgers. Die Bundesregierung ignoriert damit die Stimmen der Wissenschaft und der Bevölkerung, während wir vor der nächsten Dürre stehen und Menschen tagtäglich von der Klimakrise bedroht sind”, so Juliane Laier, Auszubildende aus Heidelberg, in einer Rede.

Nach wenigen Tagen Planung standen auf der Neckarwiese die Demonstrant:innen mit coronagerechtem Sicherheitsabastand und Atemschutzmasken. Sie riefen Sprüche wie: ‚Kohle Konzerne, baggern in der Ferne, zerstören unsere Umwelt, nur für ein Batzen Geld‘’ und hielten passende Plakate mit den Forderungen an die Regierungsparteien SPD und CDU hoch. Umweltorganisationen wie Heidelberg Kohlefrei und die Heidelberger Energiegenossenschaft hielten eine Rede zu den Auswirkungen des Kohlegesetzes.

„Wir müssen an die Menschen denken, die in den Stein- und Braunkohleabbaugebieten leben! Sie alle verlieren Wasser, fruchtbaren Boden und ihre Häuser, sowie ihre Gesundheit durch den Tagebau – in der Lausitz oder auch Kolumbien. Fridays for Future kämpft nicht nur für die Zukunft, wir kämpfen für ein gerechtes Leben aller Menschen und Lebewesen. Wir brauchen Klimagerechtigkeit jetzt! Das bedeutet, dass alle Dörfer weltweit bleiben!“ ergänzt Paula Zahl, Schülerin aus Heidelberg.

Rückblick auf ein bewegendes Wochenende

wir waren am Samstag in Worms, um einen Naziaufmarsch zu blockieren bei @blocktddzworms und in Mannheim auf der @silent_demo_06.06.2020. Als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung unterstützt Fridays For Future den Kampf gegen strukturellen Rassismus voll und ganz, um so auch die Wurzeln der #Klimakrise anzupacken. Warum Anti-Rassismus essentiell für globale Klimagerechtigkeit ist?
.
Die Menschen, die die #Klimakrise zuerst und am stärksten zu spüren bekommen, sind Black, Indigenous und People of Color (BIPoC) – besonders im globalen Süden. Es gibt keinen gerechten Klimaschutz, ohne sich mit der systematischen Ausbeutung, dem Schaden und der Gewalt gegenüber Schwarzen Gemeinschaften auseinanderzusetzen. Auch in Deutschland wachsen wir in rassistischen Strukturen auf, von der wir als mehrheitlich _weiße_ Bewegung profitieren, im Jahr 2019 gab es z.B. INSGESAMT weniger Auftritte Schwarzer Personen in Talkshows als von FFF-Aktivist*innen. Und das muss sich ändern.
✊🏿✊🏾✊🏽✊🏼✊🏻
Für alle Akteur*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung gilt: Volle Unterstützung & Solidarität dem Kampf gegen Rassismus! #BlackLivesMatter #justiceforgeorgefloyd #justiceforbreonnataylor #letusnotbesilent #standup #speakup

Fahrraddemo in Wiesloch

Am 19. Juni um 17 Uhr findet in Wiesloch eine Fahrraddemo statt! Los geht es in der Gymnasiumstraße und enden werden wir am Marktplatz. Dort überreicht FFF Wiesloch seine Forderungen an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat. Denn Wiesloch muss noch deutlich mehr Klimaschutz umsetzen, als nur ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Dazu gehen wir auf die Straße, auf Fahrrädern mit 1,5m Abstand und Mund-Nasenschutz. Kommt mit uns nach Wiesloch, bringt eure Freund*innen mit – gemeinsam können wir unsere Zukunft retten!

Von FFF HD, vor

Zu Verschwörungen und Corona-Maßnahmen

Unser Grundsatz war von Anfang an: Unite behind the science – hört auf die Wissenschaft! Nicht auf Einzelpersonen, nicht auf Greta, nicht auf mich, sondern auf die besten wissenschaftlichen Ergebnisse, die schon sehr lange eine klare Sprache sprechen: die Klimakrise ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Diese Dramatik kann auch das Corona-Virus nicht nehmen. Dabei fordert aber auch die aktuelle Krise zurecht unseren vollen Einsatz. Doch hier es gibt einen entscheidenden Unterschied, der uns Hoffnung macht: Die Politik kann auf die Wissenschaft hören, kann sich beraten lassen und kann konsequente Maßnahmen in kurzer Zeit umsetzen. Nichts anderes fordern wir.

Die aktuelle Pandemie ist eine globale Tragödie und zeigt uns erneut, welche strukturellen Ungerechtigkeiten dazu führen, dass die Basis unserer Gesellschaft viel zu wenig Mitspracherecht an der Gestaltung unserer Gesellschaft hat: Pfleger*innen, Erzieher*innen, Eltern, Alleinerziehende und vor allem wir jungen Menschen, die ihre eigene Zukunft gestalten wollen! Jetzt plötzlich mögliche Handlungsfelder für den Weg aus der Corona-Krise können und müssen auch Lösungen für die immer noch nicht weniger präsente Klimakrise sein. Die Regierungen verhandeln gerade riesige Konjunkturpakete, es wird von der größten Herausforderungseit dem 2. Weltkrieg gesprochen. Die notwendigen Maßnahmen, um auch die ökologische Katastrophe abzuwenden, liegen seit Jahren vor. Wir müssen Investitionshilfen in der Wirtschaft an Klimaauflagen knüpfen, um den Rückschritt zum Business as usual zu verhindern. Die Wirtschaftsleistung darf nicht weiterhin der einzige Anhaltspunkt sein, an dem wir unseren Erfolg messen. Ganz besonders nicht, wenn Umweltfolgekosten nicht berücksichtigt werden. Wir haben nicht nur ein finanzielles Budget, das uns jetzt helfen kann, sondern auch schon immer ein natürliches Budget an Ressourcen die wir verbrauchen, CO2 das wir ausstoßen dürfen. Wenn wir daran jetzt die Maßnahmen knüpfen, können wir zwei Krisen gleichzeitig bekämpfen.

  • Wir wollen die Energiewende! Das heißt die Aufhebung des Solardeckels, der Abstandsregelung für Windräder und Subventionen für die Kohle!
  • Wir brauchen die Verkehrswende! Geld für den ÖPNV, die Fahrradinfrastruktur und keine Abfckprämie!
  • Wir müssen den Betroffenen Gehör verschaffen und Klimagerechtigkeit auf allen Ebenen einfordern! Dafür haben wir letztes Jahr mit Millionen Menschen das Fundament auf deutschen Straßen gelegt, hier auf dem Uniplatz mit 10.000 Menschen gestanden.

Diese Angriffe von rechts auf unsere Demokratie, die die Klima- und Corona-Krise zu Verschwörungen erklären, dürfen nicht schon wieder die öffentliche Debatte bestimmen. Es gibt keine Kompromisse für physikalische Realitäten. Wir stehen vor dem nächsten Dürre-Sommer, auch dieses Jahr schon werden tausende Menschen an Auswirkungen der Klimakrise sterben, vertrieben und von uns nicht solidarisch aufgenommen.
Grenzenlose Solidarität brauchen wir in allen Krisen. Angst vor rechts ist ein schlechter Begleiter im Angesicht der nächsten Krise. Das gilt für die jetzigen Regierungsparteien, doch auch für alle, die das irgendwann mal werden wollen.

Wir müssen mutig sein, weiterhin unsere Stimmen erheben wie heute hier und auf gleiches Mitspracherecht für alle pochen!
Für Menschen im globalen Süden, Arbeiter*innen und ganz besonders Frauen, Inter, nicht-binären, Trans- und queeren Menschen!
Zusammen sind wir mehr, sind wir hier und kommen zurück lauter denn je zuvor!

(Rede von Line Niedeggen auf der Demonstration “Gemeinsam durch die Krise”, am 16.05.2020)

EUROPÄISCHE BÜRGERINITIATIVE ECI FOR FUTURE

Die Europäische Bürgerinitiative ECI FOR FUTURE braucht 1 Million Unterschriften! ECI steht für eine europaweite Bürgerinitiative für Maßnahmen zur Einhaltung des 1.5 Grad Ziels. Sorge dafür, dass die EU, die in Sachen Klimaschutz mächtiger ist als die Nationalstaaten, auf Kurs gebracht wird!

Die konkreten Forderungen lauten:

  • Die EU soll ihre national festgelegten Beiträge (NDC*) im Rahmen des Übereinkommens von Paris bezüglich einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80 % bis 2030 und der Erreichung der Netto-Null bis 2035 verschärfen und die europäischen Klimaregelungen dementsprechend anpassen.
  • Ein EU-Grenzausgleichssystem für CO2 soll eingeführt werden.
  • Es sollen keine Freihandelsverträge mit Staaten abgeschlossen werden, die sich nach Bewertung durch den Climate Action Tracker nicht an die Vorgabe von 1,5 °C halten.
  • Die EU soll kostenloses Unterrichtsmaterial über die Auswirkungen des Klimawandels für alle Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen.

Möchtest du unterschreiben? Dann klicke hier:  https://eci.fridaysforfuture.org/de

Möchtest du mehr Infos zu den Forderungen? Dann schau doch mal hier vorbei: https://eci.fridaysforfuture.org/de/learn-more/

Vielen Dank fürs Mitmachen!

PS: Die Petition darf gerne auch geteilt werden! 🙂

29.11. Globaler Streik – Global Day of Climate Action

1.4 Millionen Menschen waren am 20. September auf der Straße, um für das Einhalten der Ziele des Pariser Übereinkommens zu demonstrieren. Alleine in Heidelberg haben 10 000 Menschen demonstriert. Am selben Tag wurde ein desaströses ‘Klimapaket’ der Bundesregierung beschlossen, das in keinster Weise mit den Zielen des Pariser Übereinkommens kompatibel ist und das Klimawissenschaftler sprachlos macht. Daher veranstaltet Fridays for Future am 29. November den vierten globalen Streik: den Global Day on Climate Action. Wir starten in Heidelberg voraussichtlich wieder um 11 h an der Stadtbücherei.

Bitte teilt diese Termine unter Euren Freunden und bittet Eure Eltern Urlaub zu nehmen oder zu streiken. Denn dieses und das nächste Jahr sind laut Wissenschaft maßgeblich für die Weichenstellung. Nehmt diese wichtigen Termine wahr!

Demo am 25. Oktober 2019

Demo am 25.10. zum Klimanotstand-Aktionsplan der Stadt Heidelberg

Der Gemeinderat hat am 21. November mit der Beschließung des Klimaaktionsplans zumindest die Chance einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wir hoffen, dass die Stadt nun Mut und Engagement zeigt, um die Klimahauptstadt zu werden, die wir uns alle wünschen! Wir werden ihnen weiterhin auf die Finger schauen und am 29. November wieder global streiken! #NeustartKlima

Hier könnt ihr den Artikel in der RNZ nachlesen.

Der globale Klimastreik am 20. September war riesig!

Dieser Tag war unglaublich! In Heidelberg waren 10 000 Menschen auf der Straße, deutschlandweit waren es 1.4 Millionen! Was die Regierung am selben Tag als Klimaschutzpaket abgeliert hat, wird unsere Zukunft leider in keinster Weise retten, oder wie es Prof. Quaschning gesagt hat “Mit dem Klimaschutzpaket ins die GroKo dabei, die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen zu zerstören”. Wir müssen also weiter machen, weiter aufklären, weiter streiken und alles tun, um unser Zukunft und unserer Mitmenschen zu sichern, da unsere Regierung es leider immer noch nicht tut. Wer die Details wissen möchte: ClimateFactsNow.org