Podcast For Future ist online

FFF Heidelberg goes Podcast!

Die destruktiven Auswirkungen unseres menschlichen Handels auf unsere Umwelt sind nicht mehr zu leugnen. Grund genug fĂŒr Wissenschaftler*innen, die aktuelle Erdepoche als “AnthropozĂ€n”, Zeitalter des Menschen, zu benennen. Wie konnte es historisch dazu kommen? Wo begegnet uns das AnthropozĂ€n im Alltag? Und was können wir als Menschen dafĂŒr tun, um das AnthropozĂ€n doch noch zu einem guten Zeitalter zu machen?

DarĂŒber sind Ioanna und Frieda von Fridays for Future Heidelberg mit Frau Patzel-Mattern, Professorin fĂŒr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der UniversitĂ€t Heidelberg, und Herrn Siegmund, Professor fĂŒr Geografie und Erdbeobachtung an der PĂ€dagogischen Hochschule Heidelberg, ins GesprĂ€ch gekommen.

Einfach auf den Pfeil klicken zum Anhören. Alternativ könnt ihr den Podcast hier herunterladen.

Viel Spaß beim Hören!

© Illustration: Nora Boilo

Parteienpodium am 07.07. um 19 Uhr

Ihr wolltet schon immer mal wissen, was die Parteien aus Heidelberg zum Thema Klimaschutz zu sagen haben? Gemeinsam den StadtrĂ€t:innen auf den Zahn fĂŒhlen? Ob Heidelberg so grĂŒn ist, wie immer getan wird? Dann schaltet am Dienstag auf dem Youtube Kanal der Parents for future ein! Unter Demo Motto “Heidelberg for Future – Podiumsdiskussion ĂŒber lokalen Klimaschutz” werden wir den Politiker*innen der GrĂŒnen, der CDU, der Linken, der SPD und der FDP mal so richtig schön auf den Pelz rĂŒcken und zusammen mit einer Co Moderation des Debating Clubs Löcher in den Bauch fragenđŸ”„Â Think global, act local
Ihr könnt auch mitmachen🙌 – schaltet euch einfach live dazu und schreibt eure Fragen in den Chat, die wir dann den Politiker*innen stellen werden đŸ“Č Markiert’s euch im Kalender und legt euch Fragen zurecht!

 

Es nehmen teil:

GrĂŒne: Dr. Ursula Röper
CDU: Matthias Kutsch
SPD: Sören Michelsburg
FDP: Benjamin Brandstetter
Linke: Sahra Mirow

Demonstration gegen das Kohlegesetz

Am Mittwoch Abend, dem 01. Juli, protestierten 200 SchĂŒler:innen und Studierende auf der Neckarwiese gegen das Kohlegesetz, das am Freitag im Eilverfahren im Bundestag abgestimmt wird. Das Gesetz zementiert den Kohleausstieg bis 2038, was laut der Klimawissenschaft jedoch nicht mit dem 1,5°C- Ziel des Pariser Abkommens vereinbar ist. Deshalb fordern die Demonstrant:innen die Bundestagsabgeordneten auf, gegen das Gesetz zu stimmen und dieses in der Sommerpause mit Blick auf die Pariser Klimaziele zu ĂŒberarbeiten. Schon seit einer Woche finden bundesweit Blockaden und Proteste von Organisationen wie Greenpeace und Ende GelĂ€nde statt.

„Wir mĂŒssen bis 2030 aus der Kohle aussteigen, um den deutschen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu erfĂŒllen. Der Entwurf zum Kohlegesetz ermöglicht noch fĂŒr knapp zwei Jahrzehnte Verbrennung dieses dreckigen, unwirtschaftlichen und zerstörerischen EnergietrĂ€gers. Die Bundesregierung ignoriert damit die Stimmen der Wissenschaft und der Bevölkerung, wĂ€hrend wir vor der nĂ€chsten DĂŒrre stehen und Menschen tagtĂ€glich von der Klimakrise bedroht sind”, so Juliane Laier, Auszubildende aus Heidelberg, in einer Rede.

Nach wenigen Tagen Planung standen auf der Neckarwiese die Demonstrant:innen mit coronagerechtem Sicherheitsabastand und Atemschutzmasken. Sie riefen SprĂŒche wie: ‚Kohle Konzerne, baggern in der Ferne, zerstören unsere Umwelt, nur fĂŒr ein Batzen Geld‘’ und hielten passende Plakate mit den Forderungen an die Regierungsparteien SPD und CDU hoch. Umweltorganisationen wie Heidelberg Kohlefrei und die Heidelberger Energiegenossenschaft hielten eine Rede zu den Auswirkungen des Kohlegesetzes.

„Wir mĂŒssen an die Menschen denken, die in den Stein- und Braunkohleabbaugebieten leben! Sie alle verlieren Wasser, fruchtbaren Boden und ihre HĂ€user, sowie ihre Gesundheit durch den Tagebau – in der Lausitz oder auch Kolumbien. Fridays for Future kĂ€mpft nicht nur fĂŒr die Zukunft, wir kĂ€mpfen fĂŒr ein gerechtes Leben aller Menschen und Lebewesen. Wir brauchen Klimagerechtigkeit jetzt! Das bedeutet, dass alle Dörfer weltweit bleiben!“ ergĂ€nzt Paula Zahl, SchĂŒlerin aus Heidelberg.

RĂŒckblick auf ein bewegendes Wochenende

wir waren am Samstag in Worms, um einen Naziaufmarsch zu blockieren bei @blocktddzworms und in Mannheim auf der @silent_demo_06.06.2020. Als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung unterstĂŒtzt Fridays For Future den Kampf gegen strukturellen Rassismus voll und ganz, um so auch die Wurzeln der #Klimakrise anzupacken. Warum Anti-Rassismus essentiell fĂŒr globale Klimagerechtigkeit ist? ⬇
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Die Menschen, die die #Klimakrise zuerst und am stĂ€rksten zu spĂŒren bekommen, sind Black, Indigenous und People of Color (BIPoC) – besonders im globalen SĂŒden. Es gibt keinen gerechten Klimaschutz, ohne sich mit der systematischen Ausbeutung, dem Schaden und der Gewalt gegenĂŒber Schwarzen Gemeinschaften auseinanderzusetzen. Auch in Deutschland wachsen wir in rassistischen Strukturen auf, von der wir als mehrheitlich _weiße_ Bewegung profitieren, im Jahr 2019 gab es z.B. INSGESAMT weniger Auftritte Schwarzer Personen in Talkshows als von FFF-Aktivist*innen. Und das muss sich Ă€ndern.
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FĂŒr alle Akteur*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung gilt: Volle UnterstĂŒtzung & SolidaritĂ€t dem Kampf gegen Rassismus! #BlackLivesMatter #justiceforgeorgefloyd #justiceforbreonnataylor #letusnotbesilent #standup #speakup

Fahrraddemo in Wiesloch

Am 19. Juni um 17 Uhr findet in Wiesloch eine Fahrraddemo statt! Los geht es in der Gymnasiumstraße und enden werden wir am Marktplatz. Dort ĂŒberreicht FFF Wiesloch seine Forderungen an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat. Denn Wiesloch muss noch deutlich mehr Klimaschutz umsetzen, als nur ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Dazu gehen wir auf die Straße, auf FahrrĂ€dern mit 1,5m Abstand und Mund-Nasenschutz. Kommt mit uns nach Wiesloch, bringt eure Freund*innen mit – gemeinsam können wir unsere Zukunft retten!

Von FFF HD, vor

Zu Verschwörungen und Corona-Maßnahmen

Unser Grundsatz war von Anfang an: Unite behind the science – hört auf die Wissenschaft! Nicht auf Einzelpersonen, nicht auf Greta, nicht auf mich, sondern auf die besten wissenschaftlichen Ergebnisse, die schon sehr lange eine klare Sprache sprechen: die Klimakrise ist die grĂ¶ĂŸte Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Diese Dramatik kann auch das Corona-Virus nicht nehmen. Dabei fordert aber auch die aktuelle Krise zurecht unseren vollen Einsatz. Doch hier es gibt einen entscheidenden Unterschied, der uns Hoffnung macht: Die Politik kann auf die Wissenschaft hören, kann sich beraten lassen und kann konsequente Maßnahmen in kurzer Zeit umsetzen. Nichts anderes fordern wir.

Die aktuelle Pandemie ist eine globale Tragödie und zeigt uns erneut, welche strukturellen Ungerechtigkeiten dazu fĂŒhren, dass die Basis unserer Gesellschaft viel zu wenig Mitspracherecht an der Gestaltung unserer Gesellschaft hat: Pfleger*innen, Erzieher*innen, Eltern, Alleinerziehende und vor allem wir jungen Menschen, die ihre eigene Zukunft gestalten wollen! Jetzt plötzlich mögliche Handlungsfelder fĂŒr den Weg aus der Corona-Krise können und mĂŒssen auch Lösungen fĂŒr die immer noch nicht weniger prĂ€sente Klimakrise sein. Die Regierungen verhandeln gerade riesige Konjunkturpakete, es wird von der grĂ¶ĂŸten Herausforderungseit dem 2. Weltkrieg gesprochen. Die notwendigen Maßnahmen, um auch die ökologische Katastrophe abzuwenden, liegen seit Jahren vor. Wir mĂŒssen Investitionshilfen in der Wirtschaft an Klimaauflagen knĂŒpfen, um den RĂŒckschritt zum Business as usual zu verhindern. Die Wirtschaftsleistung darf nicht weiterhin der einzige Anhaltspunkt sein, an dem wir unseren Erfolg messen. Ganz besonders nicht, wenn Umweltfolgekosten nicht berĂŒcksichtigt werden. Wir haben nicht nur ein finanzielles Budget, das uns jetzt helfen kann, sondern auch schon immer ein natĂŒrliches Budget an Ressourcen die wir verbrauchen, CO2 das wir ausstoßen dĂŒrfen. Wenn wir daran jetzt die Maßnahmen knĂŒpfen, können wir zwei Krisen gleichzeitig bekĂ€mpfen.

  • Wir wollen die Energiewende! Das heißt die Aufhebung des Solardeckels, der Abstandsregelung fĂŒr WindrĂ€der und Subventionen fĂŒr die Kohle!
  • Wir brauchen die Verkehrswende! Geld fĂŒr den ÖPNV, die Fahrradinfrastruktur und keine AbfckprĂ€mie!
  • Wir mĂŒssen den Betroffenen Gehör verschaffen und Klimagerechtigkeit auf allen Ebenen einfordern! DafĂŒr haben wir letztes Jahr mit Millionen Menschen das Fundament auf deutschen Straßen gelegt, hier auf dem Uniplatz mit 10.000 Menschen gestanden.

Diese Angriffe von rechts auf unsere Demokratie, die die Klima- und Corona-Krise zu Verschwörungen erklĂ€ren, dĂŒrfen nicht schon wieder die öffentliche Debatte bestimmen. Es gibt keine Kompromisse fĂŒr physikalische RealitĂ€ten. Wir stehen vor dem nĂ€chsten DĂŒrre-Sommer, auch dieses Jahr schon werden tausende Menschen an Auswirkungen der Klimakrise sterben, vertrieben und von uns nicht solidarisch aufgenommen.
Grenzenlose SolidaritĂ€t brauchen wir in allen Krisen. Angst vor rechts ist ein schlechter Begleiter im Angesicht der nĂ€chsten Krise. Das gilt fĂŒr die jetzigen Regierungsparteien, doch auch fĂŒr alle, die das irgendwann mal werden wollen.

Wir mĂŒssen mutig sein, weiterhin unsere Stimmen erheben wie heute hier und auf gleiches Mitspracherecht fĂŒr alle pochen!
FĂŒr Menschen im globalen SĂŒden, Arbeiter*innen und ganz besonders Frauen, Inter, nicht-binĂ€ren, Trans- und queeren Menschen!
Zusammen sind wir mehr, sind wir hier und kommen zurĂŒck lauter denn je zuvor!

(Rede von Line Niedeggen auf der Demonstration “Gemeinsam durch die Krise”, am 16.05.2020)

EUROPÄISCHE BÜRGERINITIATIVE ECI FOR FUTURE

Die EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative ECI FOR FUTURE braucht 1 Million Unterschriften! ECI steht fĂŒr eine europaweite BĂŒrgerinitiative fĂŒr Maßnahmen zur Einhaltung des 1.5 Grad Ziels. Sorge dafĂŒr, dass die EU, die in Sachen Klimaschutz mĂ€chtiger ist als die Nationalstaaten, auf Kurs gebracht wird!

Die konkreten Forderungen lauten:

  • Die EU soll ihre national festgelegten BeitrĂ€ge (NDC*) im Rahmen des Übereinkommens von Paris bezĂŒglich einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80 % bis 2030 und der Erreichung der Netto-Null bis 2035 verschĂ€rfen und die europĂ€ischen Klimaregelungen dementsprechend anpassen.
  • Ein EU-Grenzausgleichssystem fĂŒr CO2 soll eingefĂŒhrt werden.
  • Es sollen keine FreihandelsvertrĂ€ge mit Staaten abgeschlossen werden, die sich nach Bewertung durch den Climate Action Tracker nicht an die Vorgabe von 1,5 °C halten.
  • Die EU soll kostenloses Unterrichtsmaterial ĂŒber die Auswirkungen des Klimawandels fĂŒr alle Mitgliedsstaaten zur VerfĂŒgung stellen.

Möchtest du unterschreiben? Dann klicke hier:  https://eci.fridaysforfuture.org/de

Möchtest du mehr Infos zu den Forderungen? Dann schau doch mal hier vorbei: https://eci.fridaysforfuture.org/de/learn-more/

Vielen Dank fĂŒrs Mitmachen!

PS: Die Petition darf gerne auch geteilt werden! 🙂

29.11. Globaler Streik – Global Day of Climate Action

1.4 Millionen Menschen waren am 20. September auf der Straße, um fĂŒr das Einhalten der Ziele des Pariser Übereinkommens zu demonstrieren. Alleine in Heidelberg haben 10 000 Menschen demonstriert. Am selben Tag wurde ein desaströses ‘Klimapaket’ der Bundesregierung beschlossen, das in keinster Weise mit den Zielen des Pariser Übereinkommens kompatibel ist und das Klimawissenschaftler sprachlos macht. Daher veranstaltet Fridays for Future am 29. November den vierten globalen Streik: den Global Day on Climate Action. Wir starten in Heidelberg voraussichtlich wieder um 11 h an der StadtbĂŒcherei.

Bitte teilt diese Termine unter Euren Freunden und bittet Eure Eltern Urlaub zu nehmen oder zu streiken. Denn dieses und das nĂ€chste Jahr sind laut Wissenschaft maßgeblich fĂŒr die Weichenstellung. Nehmt diese wichtigen Termine wahr!

Demo am 25. Oktober 2019

Demo am 25.10. zum Klimanotstand-Aktionsplan der Stadt Heidelberg

Der Gemeinderat hat am 21. November mit der Beschließung des Klimaaktionsplans zumindest die Chance einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wir hoffen, dass die Stadt nun Mut und Engagement zeigt, um die Klimahauptstadt zu werden, die wir uns alle wĂŒnschen! Wir werden ihnen weiterhin auf die Finger schauen und am 29. November wieder global streiken! #NeustartKlima

Hier könnt ihr den Artikel in der RNZ nachlesen.

Der globale Klimastreik am 20. September war riesig!

Dieser Tag war unglaublich! In Heidelberg waren 10 000 Menschen auf der Straße, deutschlandweit waren es 1.4 Millionen! Was die Regierung am selben Tag als Klimaschutzpaket abgeliert hat, wird unsere Zukunft leider in keinster Weise retten, oder wie es Prof. Quaschning gesagt hat “Mit dem Klimaschutzpaket ins die GroKo dabei, die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen zu zerstören”. Wir mĂŒssen also weiter machen, weiter aufklĂ€ren, weiter streiken und alles tun, um unser Zukunft und unserer Mitmenschen zu sichern, da unsere Regierung es leider immer noch nicht tut. Wer die Details wissen möchte: ClimateFactsNow.org