Was hat Klimaschutz mit Feminismus zu tun?

Zur Zeit dreht sich alles um Corona. Auch wir erkennen die Krise und wollen nat√ľrlich nicht, dass sie durch Streiks verschlimmert wird. Allerdings ist es auch wichtig, den Blick auf andere globale Probleme nicht zu verlieren.
Vor wenigen Wochen, am 08.03., war internationaler Frauen*tag. Auch wir waren mit FfF bei der Frauen*kampftagsdemo

Viele haben uns daraufhin gefragt, wie die Geschlechtergleichheit mit der Klimagerechtigkeit zusammenh√§ngt, deshalb werden wir probieren, sie im folgenden Text n√§her zu erkl√§ren ūüôā


Es ist kein Geheimnis, dass gerade die Menschen auf der Welt unter der Klimakrise leiden werden, die sowieso schon benachteiligt sind. Also auch viele Frauen auf der Welt. Denn Gleichberechtigung ist noch lange kein gelöstes Problem in unserer Gesellschaft.
Es ist erwiesen, dass weniger Frauen die Klimakrise √ľberleben werden als M√§nner. Und das nicht, weil Frauen schwach sind, sondern weil ihnen in unserer Gesellschaft vermehrt grundlegende Rechte wie Bildung nicht zugestanden werden. Viele Frauen* k√∂nnen nicht schwimmen, was in Zeiten von Hochwasser extrem gef√§hrlich wird. Au√üerdem werden M√§dchen, wenn in den Familien durch die Klimakrise Armut herrscht, als erstes aus den Schulen genommen, w√§hrend die Jungs meistens noch weiter lernen d√ľrfen. Wenn es zu einer Flucht kommt, werden haupts√§chlich Frauen zur√ľckgelassen, w√§hrend den M√§nnern das Recht auf Leben als erstes gew√§hrleistet wird.
Wenn es um den Mitentscheid an der Klimapolitik geht, sind Frauen* deutlich unterrepräsentiert.
Das liegt an unserem System und den patriarchalischen Strukturen, die durch die Klimakrise noch mehr in den Vordergrund geraten. Diese gilt es zu √ľberwinden!
Selbst in Deutschland bei FfF arbeiten wir gegen sexistisches Verhalten, was h√§ufig unbewusst in Diskussionen ausge√ľbt wird und √ľberwunden werden muss.
Wer also f√ľr eine bessere Welt k√§mpft, k√§mpft automatisch auch f√ľr die Gleichberechtigung ALLER Geschlechter. Wir k√∂nnen die Welt nur retten, wenn wir alle Menschen miteinbeziehen und mitentscheiden lassen. Im Endeffekt k√§mpfen wir alle f√ľr die gleichen Ziele.Weitere Artikel dazu: https://taz.de/Studie-zur-Erderwaermung/!5660937/

Wieso Rassismus und die Klimakrise untrennbar sind

Der schreckliche Terroranschlag in Hanau hat es uns nochmal auf deutliche Weise vor Augen gef√ľhrt: Rassismus und Faschismus sind akute Probleme unserer Gesellschaft. Was sagt es √ľber unsere Mediengesellschaft aus, dass dieses Thema nach einigen Tagen wieder verflogen ist? Wie kann solch eine Tat im “allgemeinen Nachrichtenfluss” untergehen? Und das in einem Land mit solch einer Vergangenheit.
Deswegen möchten wir hier klar stellen, dass der Kampf gegen diesen Rassismus und Faschismus ganz klar mit unserem Kampf gegen die Klimakrise verbunden ist.
Denn betrachten wir das Thema Klimagerechtigkeit: Was bedeutet das? Es stellt sich gegen die Ungerechtigkeit, die die Klimakrise mit sich bringt. N√§mlich, dass die Menschen am allerschlimmsten von ihr betroffen sind, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen. Menschen im globalen S√ľden verlieren jetzt schon Lebensr√§ume und haben mit Ernteausf√§llen zu k√§mpfen, w√§hrend in Mitteleuropa lediglich ein paar hei√üeste Sommer zu sp√ľren sind. Dabei ist es der globale Norden, der diese Klimakrise haupts√§chlich zu verantworten hat. Und diese globale Ungerechtigkeit liegt nunmal Rassismus in Form postkolonialer Strukturen zugrunde. Der globale S√ľden wurde und wird(!) vom globalen Norden extrem ausgebeutet. Es herrscht alles andere als Chancengleichheit und der Klimawandel und seine Folgen bringen das nochmal auf ganz anderer Weise zur Geltung. Deswegen nennen wir die Klimakrise “rassistisch” oder auch “sexistisch”, obwohl es streng genommen um das System geht, das ihr zugrunde liegt. Es geht um den Kampf auf vielen Ebenen. Die Klimakrise zu bek√§mpfen hei√üt somit, auch andere Ungerechtigkeiten zu √ľberwinden. Es gibt keinen Klimaschutz, der nicht auch gegen Ausbeutung, Postkolonialismus, Sexismus oder Rassismus auf allen Ebenen k√§mpft!
(Postkolonialismus ist quasi das Fortbestehen gewisser Strukturen bez√ľglich Macht, Kultur, Ausbeutung und Wirtschaft, die im Zuge der Kolonialisierung entstanden sind. Der globale Norden mit seinen “Industriel√§ndern” hat nicht nur hunderte Jahre vom Kolonialismus und der systematischen Ausbeutung der L√§nder im globalen S√ľden “Entwicklungsl√§nder” profitiert, sondern tut es heute noch.)

FFF bietet online Webinare √ľber Klimagerechtigkeit an: #WirBildenZukunft

Auch wenn sich die Nachrichten bez√ľglich Corona derzeit √ľberschlagen, vergessen wir die Klimakrise nicht!
Um die Zeit zu Hause f√ľr euch und uns interessanter (und informativer) zu gestalten, geht es auch diese Woche weiter mit unserer Webinar-Serie #WirBildenZukunft! Dazu haben wir eine eigene Seite eingerichtet, die ihr hier findet. Aktuelle Informationen gibt es auch immer auf der Webseite von Fridays For Future Deutschland und auf YouTube auf unserem FfF Deutschland Channel: https://www.youtube.com/channel/UCZwF7J5rbyJXBZMJrE_8XCA

Solidarität in der Coronakrise

Hallo an alle Heidelberger*innen und Umliegende,
wir von FFF Heidelberg geh√∂ren zu einer sehr privilegierten Gesellschaftsgruppe: Die meisten von uns haben keinen Job zu riskieren, m√ľssen nicht unter immenser Belastung zum Dienst der Gesellschaft in der Pflege oder anderen verantwortungsvollen Berufen arbeiten und keine Kinder zu Hause betreuen. Wir sind jung und geh√∂ren meist nicht zur Risikogruppe. Au√üerdem haben wir mehr Zeit, jetzt wo Schulen und Universit√§ten geschlossen werden.
Wir wollen der gesellschaftlichen Verantwortung, die diese Situation mit sich bringt, gerecht werden und m√∂chten Menschen, die von der Coronakrise belastet sind, unterst√ľtzen. Aus diesem Grund bieten wir an, f√ľr alle die Unterst√ľtzung brauchen, Nahrungsmittel oder Medikamente einzukaufen und nach Hause zu liefern (m√∂glichst mit dem Fahrrad). Das betrifft nicht nur alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem, sondern auch Menschen, die ihre Kinder betreuen m√ľssen sowie Menschen, die keine Zeit haben, weil sie mit ihrer Arbeit gerade Verantwortung f√ľr die Gesellschaft √ľbernehmen.
Wenn ihr die Hilfe wahrnehmen wollt, dann meldet euch bei uns auf Instagram, Facebook, per Mail (fridaysforfuture_heidelberg@riseup.net) oder pers√∂nlich bei Paula oder Sophie (wa.me/4915773761678) und nennt dabei den Stadtteil, in dem ihr wohnt. Wir werden euch dann sagen, ob wir den Einkauf leisten k√∂nnen und euch mit einer f√ľr euren Stadtteil verantwortlichen Person in Kontakt bringen, der ihr dann Details zum Einkauf und zum Wohnort sagen k√∂nnt. Wir liefern neben Heidelberg auch nach Eppelheim, Dossenheim, Schriesheim, Schwetzingen, Wiesloch, Edingen, Leimen und Walldorf.
Wenn ihr in unsere Rufbereitschaftsliste aufgenommen werden m√∂chtet, dann meldet euch gerne bei uns und gebt uns eure Nummer und die Stadtteile, in die ihr liefern w√ľrdet. Wir freuen uns, wenn wir m√∂glichst viele Menschen auf Abruf haben, um m√∂glichst alle Anfragen wahrnehmen zu k√∂nnen.
Lasst uns alle Krisen wie Krisen behandeln und als Gesellschaft solidarisch zusammenstehen! Leitet diese Nachricht m√∂glichst oft weiter und meldet euch gerne bei R√ľckfragen! Bleibt gesund!!ūüíö

Antwort der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg auf den Forderungskatalog

Am 10.02.2020 hat das Rektorat Vertreter*innen von Fridays For Future zur Übergabe der Antworten auf unseren Forderungskatalog eingeladen. Dazu finden Sie hier unser vorläufiges Statement:

“Ende November haben wir die Universit√§t Heidelberg dazu aufgefordert, Stellung zu ihrer Verantwortung in der Klimakrise zu beziehen. Um auf unseren Forderungskatalog zu antworten, den wir Anfang des Semesters innerhalb von vier Wochen in unserer Freizeit ausgearbeitet haben, hat die Universit√§t fast drei Monate gebraucht. Es hat jahrelange Bem√ľhungen verschiedener Hochschulgruppen und tausende Menschen auf dem Uniplatz gebraucht, damit sich nun endlich etwas bewegt. Wir, als Studierende und Aktivist*innen, fordern konkreten Klimaschutz auf allen Ebenen ‚Äď allen voran auch von der Institution, von der wir Teil sind. Wir sind der √úberzeugung, dass eine sog. Exzellenzuniversit√§t auch f√ľr exzellenten Klimaschutz stehen muss.

Am Montag, 10.02.2020 hat uns die Universit√§t medienwirksam Antworten auf unseren Forderungskatalog √ľbergeben. Auch wenn sie damit unsere Frist um einen Monat verpasst hat, so hei√üt es auch, dass sich das Rektorat endlich mit dem Thema auseinandersetzt. Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. In den letzten Tagen haben wir die Antworten gesichtet und mit einigen Expert*innen gesprochen. Unser Fazit: Die Universit√§t ist sich eher den Grenzen ihres Handlungsspielraums als ihren M√∂glichkeiten bewusst. Sie duckt sich vor ihrer eigenen Verantwortung weg und verweist vor allem auf die Zust√§ndigkeit des Landes, die eigenen Forschungsinitiativen und auf den Bezug von √Ėkostrom. Aber Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haust√ľr und √Ėkostrom, der keine Arbeitspl√§tze in den erneuerbaren Energien schafft und keine Neuanlagen f√∂rdert, rettet bestimmt nicht das Klima.

Auf unsere Forderung, zeitnah einen Nachhaltigkeitsbericht vorzulegen, schreibt sie:

“Der Aufbau eines eigenen Berichtswesens im Bereich Nachhaltigkeit erfordert einen Vorlauf von mehreren Jahren und ist auf dem Weg.”

In mehreren Jahren m√ľssen wir aber schon klimaneutral sein! Erst dann den aktuellen Stand zusammenfassen zu wollen, ist v√∂llig unzureichend und zeigt, dass sich das Rektorat der Dringlichkeit des Themas noch immer nicht bewusst ist. Zu glauben, in diesem Schneckentempo das Pariser 1,5 Grad Ziel einzuhalten, ist naiv. Wir fordern die Uni deshalb nochmals eindringlich dazu auf, bis Mitte 2020 einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht vorzulegen. Wenn daf√ľr die personellen Ressourcen fehlen, m√ľssen diese eben schnellstm√∂glich geschaffen werden. Und ja: Auch die Landesregierung ist angehalten, mehr finanzielle Mittel f√ľr diese Aufgaben zur Verf√ľgung zu stellen. Es kann aber nicht sein, dass sich die Uni hinter diesem Umstand versteckt ‚Äď alle Ebenen sind gefragt, ihren Beitrag zu leisten! Solche Ausfl√ľchte werden wir nicht akzeptieren.

Die Uni schreibt aber auch, dass sie schon eine Divestmentstrategie verfolge und nur noch 2,5% ihres Verm√∂gens in fossile Energien steckt. Das ist ein guter Schritt, aber eine solche Strategie muss nachvollziehbar sein. In welche Unternehmen wird genau nicht mehr investiert? Welche Kriterien gibt es bei der Entscheidung f√ľr oder gegen Investitionen? Und investiert die Universit√§t auch bewusst in sozial-√∂kologische Projekte, wie es die Stadt tut? Solche Fragen erfordern Transparenz.

Wir werden mit der Universit√§t weiter im Dialog bleiben, weil es uns wichtig ist, dass sich endlich etwas bewegt. Wir geben uns nicht mit dem zufrieden, was wir bisher bekommen haben. Und wir werden keinen Versprechungen glauben, bis wir nicht Ma√ünahmen sehen.”

Hier finden Sie die offizielle Antwort der Universität.

Hier finden Sie einen Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 12.02.2020.

Unser Statement zum Klimaschutzaktionsplan

Pressestatement Verabschiedung Klimaschutzaktionsplan der Stadt Heidelberg

Wie von Fridays for Future gefordert hat der Gemeinderat in Heidelberg nach einem Jahr der Klimastreiks einen Klimaschutzaktionsplan in 30 Punkten verabschiedet.
Wir sehen diesen Beschluss als einen wichtigen Schritt in Richtung umfassenden Klimaschutzes.
Viel wichtiger als der Beschluss sind allerdings konkrete Maßnahmen, um die Ziele des Klimaschutzaktionsplans zu erreichen.
Einige Punkte des Aktionsplans sind zwar ambitioniert, aber lassen offen, wie sie tats√§chlich umgesetzt werden sollen. Wir sehen in vielen Punkten, dass tausende Menschen auf den Stra√üen von Heidelberg nicht mehr ignoriert werden und auch unsere im April ver√∂ffentlichten Forderungen bei der Stadt Geh√∂r finden. Allerdings liegt wirksamer Klimaschutz nicht allein in den H√§nden der Stadt, sondern auch ganz konkret bei Unternehmen und Institutionen wie zum Beispiel der IHK, der GGH, der Universit√§t und zugeh√∂rigen Forschungseinrichtungen. Denn obwohl wir jetzt seit einem Jahr in Deutschland auf die Stra√üe gehen und die Diskussion und auch Gemeinderatsentscheidungen aufs Thema Klimaschutz gelenkt haben, sehen wir noch kein zielf√ľhrendes Ma√ünahmenpaket. Weder in Heidelberg, noch in Berlin. Die Bundesregierung h√§lt weiterhin am unzureichenden Klimapaket fest, womit sie am Klimaschutz scheitert. Es wird √ľberall geredet, doch gehandelt wird von wenigen. Seit der Ver√∂ffentlichung der Forderungen haben wir es in Heidelberg von “wir machen doch schon” zu der Einsicht von “es passiert fast nichts” geschafft. Einsicht ist vielleicht der erste Schritt zur Besserung, doch reduziert keinerlei Emissionen.
Solange keine konkrete Strategie vorliegt, wie der 30-Punkte-Plan auch in der notwedigen Geschwindigkeit eingehalten werden können, werden wir den Prozess weiterhin aufmerksam und kritisch verfolgen.
Dabei m√ľssen alle das 1,5-Grad-Ziel vor Augen haben. Es ist die Messlatte f√ľr alle Ma√ünahmen und Ziele.

Studierendenversammlung an der Uni Heidelberg

Am Montag dem 25. November 2019 begann die Public Climate School in Heidelberg. Nach einem Vortrag von Frau Dr. Nicole Aeschbach und Herrn Prof. Dr. Werner Aeschbach zur naturwissenschaftliche Sicht auf die Klimakrise, setzte sich das Abendprogramm im H√∂rsaal 13 der Neuen Universit√§t in der Altstadt fort. Der Saal mit mehr als 400 Pl√§tzen war voll gef√ľllt, zus√§tzliche Pl√§tze standen dank Video√ľbertragung im H√∂rsaal 10 zur Verf√ľgung. Punkt f√ľr Punkt wurde das Forderungspapier, welches die Students For Future in den Wochen vor der Public Climate School mit den Scientists For Future ausgearbeitet hatten, vorgestellt. Jedes Unterkapitel wurde abgestimmt, hierzu war eine einfach Mehrheit erforderlich. Das gesamte Forderungspapier, musste am Ende mit einer 2/3 Mehrheit angenommen werden.

Bei jedem Unterkapitel gab es die M√∂glichkeiten R√ľckfragen oder Anmerkungen zu stellen. Wegen des Zeitdrucks (die Veranstaltung ging von 20 bis 23 Uhr) war es nicht m√∂glich Ver√§nderungen am Forderungspapier vorzunehmen. Allerdings stellt das Forderungspapier nur eine abstrakte Grundlage f√ľr ein Handlungspapier dar, welches in den kommenden Wochen und Monaten ausgearbeitet werden wird. Das Handlungspapier wird den Adressierten des Forderungspapiers (die Universit√§t, die P√§dagogische Hochschule, das Uniklinikum, das Studierendenwerk und Forschungseinrichtungen in Heidelberg) konkrete Handlungsma√ünahmen vorschlagen. Zur Beteiligung an der Ausarbeitung des Handlungspapieres sind alle Menschen aufgefordert sich einzubringen.

Wer sofort an der Ausarbeitung des Handlungspapieres teilnehmen möchte, kann sich bereits am Freitag, dem 29.11. um 15 Uhr in der Alten Ethnologie, im Efeu Zimmer (1. OG) mit dem Arbeitskreis Forderungen zusammensetzten.

Wichtig ist zu verstehen, dass der Druck auf die Universit√§t derzeit nur durch den Protest der Fridays For Future Bewegung so gro√ü ist. Deshalb ist es sehr wichtig, dass weiterhin Sch√ľler*innen, Studierende und Arbeitnehmende gemeinsam freitags zum Klimastreik kommen.

Protokoll der Studierendenversammlung am 25.11.2019

Forderungspapier (PDF, 25 Seiten, 3MB, Stand: 25.11.)

Catalogue of Demands (PDF, 25 pages, 3 MB, updated 25.11.)

Link zum Live Stream der Studierendenversammlung: https://youtu.be/1EFSOAWSi4U

Stadt genehmigt angemeldete Demoroute nicht! – Unser Statement:

Stadt Heidelberg genehmigt Streikroute von Fridays for Future nicht

Die Stadt Heidelberg genehmigt unsere angemeldete Streikroute √ľber die Theodor-Heuss-Br√ľcke nicht.

Wir wissen nicht wo wir starten und wo wir entlang laufen d√ľrfen. Dies erschwert erheblich die entsprechende Vorbereitung und Bewerbung des Streiks. Bisher haben wir auf 2500 Flyern und √ľber 1000 Plakaten den bisherigen Startpunkt an der Stadtb√ľcherei beworben, den wir vor √ľber einem Monat angemeldet haben.

Erst vor wenigen Tagen wurde uns mitgeteilt, dass der angemeldete Startpunkt und die Route nicht erlaubt werden.  Aufgrund des Weihnachtsmarkts und verschiedener Baustellen ist eine Route durch die Altstadt nicht m√∂glich. Die angemeldete Strecke von der Stadtb√ľcherei √ľber die Theodor-Heuss-Br√ľcke zur Neckarwiese ist demnach schon eine Alternative.

Demonstrationen √ľber Br√ľcken und entlang der Stra√üenbahn sind an vielen anderen Orten Normalit√§t wie z.B. in W√ľrzburg, Mannheim, K√∂ln, Braunschweig und vielen anderen gro√üen oder kleinen St√§dten. Neben den aufwendigen Planungen eines globalen Klimastreiks und der vorausgehenden Unistreikwoche sehen wir uns dazu gezwungen nun zus√§tzlich gerichtlich unser Versammlungsrecht √ľberpr√ľfen zu lassen.

Wir hoffen auf eine zeitnahe Konfliktlösung von Seiten der Behörden, damit unsere Vorbereitungen nicht weiterhin erschwert werden.