Pressestatement Verabschiedung Klimaschutzaktionsplan der Stadt Heidelberg

Wie von Fridays for Future gefordert hat der Gemeinderat in Heidelberg nach einem Jahr der Klimastreiks einen Klimaschutzaktionsplan in 30 Punkten verabschiedet.
Wir sehen diesen Beschluss als einen wichtigen Schritt in Richtung umfassenden Klimaschutzes.
Viel wichtiger als der Beschluss sind allerdings konkrete Ma├čnahmen, um die Ziele des Klimaschutzaktionsplans zu erreichen.
Einige Punkte des Aktionsplans sind zwar ambitioniert, aber lassen offen, wie sie tats├Ąchlich umgesetzt werden sollen. Wir sehen in vielen Punkten, dass tausende Menschen auf den Stra├čen von Heidelberg nicht mehr ignoriert werden und auch unsere im April ver├Âffentlichten Forderungen bei der Stadt Geh├Âr finden. Allerdings liegt wirksamer Klimaschutz nicht allein in den H├Ąnden der Stadt, sondern auch ganz konkret bei Unternehmen und Institutionen wie zum Beispiel der IHK, der GGH, der Universit├Ąt und zugeh├Ârigen Forschungseinrichtungen. Denn obwohl wir jetzt seit einem Jahr in Deutschland auf die Stra├če gehen und die Diskussion und auch Gemeinderatsentscheidungen aufs Thema Klimaschutz gelenkt haben, sehen wir noch kein zielf├╝hrendes Ma├čnahmenpaket. Weder in Heidelberg, noch in Berlin. Die Bundesregierung h├Ąlt weiterhin am unzureichenden Klimapaket fest, womit sie am Klimaschutz scheitert. Es wird ├╝berall geredet, doch gehandelt wird von wenigen. Seit der Ver├Âffentlichung der Forderungen haben wir es in Heidelberg von “wir machen doch schon” zu der Einsicht von “es passiert fast nichts” geschafft. Einsicht ist vielleicht der erste Schritt zur Besserung, doch reduziert keinerlei Emissionen.
Solange keine konkrete Strategie vorliegt, wie der 30-Punkte-Plan auch in der notwedigen Geschwindigkeit eingehalten werden k├Ânnen, werden wir den Prozess weiterhin aufmerksam und kritisch verfolgen.
Dabei m├╝ssen alle das 1,5-Grad-Ziel vor Augen haben. Es ist die Messlatte f├╝r alle Ma├čnahmen und Ziele.

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