Danke, dass ihr da wart! Unsere Demo war laut, sie war bunt, sie hat Aufmerksamkeit auf den Bürgerentscheid gelenkt – in der RNZ wurde über die Demo berichtet!
Außerdem hatten wir mit dem Frontbanner und Windy, dem Windrad sowie der Banneraktion am Ende sehr schöne künstlerische Elemente dabei.

Am 3.07.2026 gehen wir zusammen auf die Straße: Wir setzen ein Zeichen für erneuerbare Energien, Klimagerechtigkeit und Klimaschutz!

Wann? Am 3.07.2026 um 16 Uhr

Wo? Start an der Wiese am Bismarckplatz, Ende am Karlsplatz

Route: einfach die Haupstraße

Die heiße Phase beginnt! Inmitten von Hitzewellen, schleppendem Klimaschutz, Nachrichten über Abbauen von Klimawissenschaftsressourcen, findet am 12.07.2026 der Bürgerentscheid über die Planung eines Windparks am Lammerskopf statt (siehe Bürgerentscheid). Heidelberger Bürger:innen haben jetzt die einmalige Chance selbst auf kommunaler Ebene ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen.

Wir demonstrieren am Samstag, um noch mehr Aufmerksamkeit auf die Rolle von erneuerbaren Energien in der Klimakrise zu lenken, und rufen die Heidelberger Bevölkerung auf, ihr Mitspracherecht im Sinne der Energiewende beim Bürgerentscheid zu nutzen!

Programm:

16:00 Uhr Eröffnung und Rede von Fridays for Future HD

16:20 Uhr Rede von Odenwatt

ca. 17:30 Ankunft am Karlsplatz: Abschlusskundgebung mit künstlerischer Aktion

Mithelfen

Falls du am Tag der Demo uns unter die Arme greifen willst, dann sei gerne Teil vom Awarenessteam und übernimm gerne eine Ordner:in-Tätigkeit (Voraussetzung für Ordnis: über 18 Jahre alt und am Freitag um 15:40 da sein, danke <3).

Und natürlich ist das Wichtigste, dass du zur Demo kommst und Freunde, Familie,.. mitnimmst! Mit vielen Menschen macht eine Demo gleich viel mehr Spaß!

Reden

Rede von FFF HD

Liebe Mitbürger:innen, 

Ich freue mich, dass ich heute hier als erste sprechen darf. Wie gerade bereits erläutert wurde geht es heute um den Bürgerentscheid, bei dem wir entscheiden dürfen, ob unsere Stadt Windräder auf dem Lammerskopf möglich machen soll. Und – wie wahrscheinlich einige Menschen hier – spreche ich momentan mit vielen Menschen über diesen Bürgerentscheid. Dabei habe ich leider oft das Gefühl, dass wir alle nicht mehr so genau wissen, wie diese Windkraft-Debatte eigentlich entstanden ist, woher wir kommen. Und ich finde es schade, dass deshalb auch so viele wichtige Argumente verloren gehen, die eigentlich so sehr im Fokus stehen sollten. Naja, gleichzeitig ist mir bewusst, dass das ganze ein komplexes Thema ist – man muss es lokal denken, gleichzeitig aber auch global, und es werden Themen gegeneinander ausgespielt, die eigentlich zusammen gedacht werden sollten. Mir hat es geholfen, mich nochmal damit auseinanderzusetzen, wie meine Bewegung eigentlich zu ihrem Standpunkt gekommen ist – und ich möchte Sie dazu einladen, sich die nächsten 5-10 Minuten auch auf das einzulassen, was ich Ihnen gleich erzähle. 

Für den Anfang habe ich eine kleine Geschichte für Sie mitgebracht: Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass im Jahr 2019 weltweit 8 Millionen Menschen mit Fridays for Future auf die Straße gegangen sind. Auch aus meiner Jahrgangsstufe ist damals rund die Hälfte meiner Mitschüler:innen in die Münchner Innenstadt gefahren, um zum Klimastreik zu gehen. Viele von uns haben mehrere Verweise einkassiert, weil sie unentschuldigt in der Schule gefehlt haben – an anderen Schulen wurden sogar verschärfte Verweise verhängt. Und Sie wissen sicher noch, wer uns dazu inspiriert hat: Eine damals 15 Jahre alte Schülerin aus Schweden, die beschlossen hat, den Klimawandel nicht länger zu ignorieren.

Eigentlich beginnt die Geschichte also schon früher: Jahrzehnte bevor die ersten aus meiner Generation geboren wurden, konnte eindeutig wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass hohe Emissionen durch fossile Brennstoffe zu einem menschengemachten Klimawandel führen, der in seinen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt mit keiner anderen Krise verglichen werden kann. Wir wachsen auf, während Wissenschaftler:innen entdecken, dass die Zerstörung von Ökosystemen wie Permafrost oder Korallenriffen zu einer unaufhaltbaren Kettenreaktion der Degradierung von Ökosystemen und CO2-Emissionen führen könnte, gegen die wir nichts mehr tun können. In der Schule lernen wir viel über die Interpretation von Gedichten, jedoch nichts darüber, dass der Meeresspiegelanstieg bis 2100 mehrere Hundert Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben wird, wenn wir nichts tun.

Jahrelang ignorieren und verschleiern Politiker:innen gemeinsam mit der Fossillobby das Problem. und so ist es 2018 schließlich Greta Thunberg, die sich dafür entscheidet, einen Schulstreik zu machen – was bringt einem Bildung, wenn man keine Zukunft hat? Und meine Generation steht hinter ihr, denn wir alle sind entschlossen, unser Recht auf Zukunft von allen Entscheidungsträgern weltweit einzufordern. 

In Deutschland setze ich mit Fridays for Future dann für einen verbindlichen Kohleausstieg ein. Von der Lausitz über Garzweiler bis nach Leipzig folgen wir der Spur der Zerstörung, die diese Industrie in Deutschland hinterlässt. Wir sprechen mit Menschen, die in Deutschland für fossile Großprojekte zwangsumgesiedelt wurden, die sich mit nichts als einer dürftigen Entschädigung abfinden mussten. Dabei haben wir gelernt, dass diese Menschen vor genau demselben Problem stehen wie wir: Ihr eigenes Schicksal wird ihnen zugunsten der Profite großer Konzerne aus den Händen gerissen. Wenn ein Kohlekraftwerk gebaut wird, gibt es keine Podiumsdiskussionen oder Bürgerbeteiligung – warum auch, die Menschen können ja nicht mal darüber entscheiden, ob ihr Dorf stehen bleibt oder nicht. Artenschutz und Umweltverträglichkeit interessieren ein rein gewinnorientiertes Großunternehmen auch nicht – und können seltenst die Errichtung verhindern, weil milliardenschwere Investitionen und Subventionen allein hinter der Planung eines solchen Kraftwerks stehen. 

Konkurrenz aus der erneuerbaren-Branche wird über Verbindungen zur Regierung einfach ausgeschaltet – 2012 brach zum Beispiel mit dem sogenannten „Altmaier-Knick“ der Ausbau der Solarenergie von über 8000 auf unter 2000 MW ein. Eine wichtige Mitgestalterin des Altmaier-Knicks war übrigens auch unsere jetzige Energie- und Wirtschaftslobbyistin Katherina Reiche. 

Die sorgt gerade außerdem dafür, dass in Deutschland massiv die Gasinfrastruktur ausgebaut wird – unter anderem befinden sich ca. 30 Gaskraftwerke im Bau oder in Planung, ebenso alles, was bei Gas dazu gehört – vor Borkum will der niederländische Konzern One-Dyas auf 10 Plattformen Gas fördern, auch hier durch Heidelberg zieht sich schon bald die süddeutsche Gasleitung. Die Menge an Strom, die diese Gaskraftwerke zusammen erzeugen könnten, entspricht 1000 – 2000 Windrädern! Sie haben davon nichts mitbekommen? Herzlichen Glückwunsch, dann hat Frau Reiche ihr Ziel erreicht! Im Grunde ist es auch nicht so wichtig, ob Sie Bescheid wissen oder nicht – ein großer Teil des Gewinns aus diesen Kraftwerken wird sowieso in die Hände von Konzernen aus dem Ausland fließen.

Ich habe das Gefühl, dass der öffentliche Diskurs gerade so verzerrt wird, dass ich diese Zahlen lieber nochmal in den Raum werfe: weltweit entstehen ca. 70% aller Treibhausgasemissionen, und 90% aller CO2-Emissionen durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Die Energiewende ist der eindeutige Schlüssel zur Eindämmung des Klimawandels! Im Jahr 2026 will uns Frau Reiche dennoch erneut von fossilen Energieträgern abhängig machen.

Brauchen wir diesen Schritt, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen? Nein, wirtschaftlich ist das alles ganz und garnicht – der Strom aus den neuen Gaskraftwerken wird zwei- bis dreimal so teuer sein wie aus erneuerbaren-Backups wie Batteriespeichern und Biogas, belegt eine Studie des Forums ökologische Marktwirtschaft. Die Tatsache, dass unsere Energiepreise gerade so durch die Decke gehen, hängt stark damit zusammen, dass wir nicht rechtzeitig und schnell genug auf erneuerbare Energieträger umgestiegen sind. Fossile Kraftwerke können insgesamt nur dann als wirtschaftlich gesehen werden, wenn fast alle entstehenden sozialen und wirtschaftlichen Kosten ausgeblendet werden – die werden dann auf uns alle abgewälzt. Kein fossiler Konzern wird für seine Luftverschmutzung, Schäden an Ökosystemen und Zerstörung durch Extremwetter anständig zur Kasse gebeten!

Ich habe heute aber nicht nur Probleme mitgebracht – sondern vor allem auch eine Lösung. Es ist eine, die ganz viele dieser Krisen auf einmal lösen kann, die uns resilient machen kann, egal, was uns die nächsten Jahrzehnte erwartet. Und der Kern ist: Wir müssen unsere Zukunft wieder selbst in die Hand nehmen. Wir sollten unsere Energieversorgung selbst gestalten, und von ihr profitieren, anstatt die Konsequenzen von fossiler Zerstörung zu tragen! Bei der Energiewende geht es nicht nur darum, möglichst wenig CO2 zu emittieren – es geht auch darum, dass wir unsere Energieerzeugung endlich demokratisieren. Dass die Rolle von Kommunen gestärkt wird, dass nicht über unsere Köpfe hinweg bestimmt wird. So können wir z.B. auch sicher stellen, dass lokale Belange des Umweltschutzes berücksichtigt werden. In einer Zeit, in der unsere Demokratie aktiv verteidigt werden muss, und uns wieder und wieder vor Augen geführt wird, wie schädlich fossile Abhängigkeiten sein können, ist es wichtiger denn je, sich dafür einzusetzen, dass wir unsere Zukunft selbst – und erneuerbar – gestalten können.

Ich bin in der Nähe von München groß geworden, fast direkt neben dem Ebersberger Forst, einem der größten Waldgebiete Deutschlands. Ich hab einen großen Teil meiner Kindheit in diesem Wald verbracht, und war später viel dort laufen und spazieren. Und vor ein paar Jahren habe ich mich dort im Rahmen eines Bürgerentscheids dafür eingesetzt, dass 5 Windkraftanlagen im Waldgebiet errichtet werden. Weil ein Wald das Klima nur schützen kann, wenn wir den Wald vor dem Klimawandel schützen. In vielen Schutzgebieten in Deutschland ist es gesetzlich verboten oder planungsrechtlich nicht möglich, Infrastruktur zu errichten- und das ist die extrem wichtige Errungenschaft engagierter Menschen! Der Lammerskopf zählt zu den Standorten, wo es im Einklang mit den lokalen Vorgaben des Naturschutzes möglich ist, Windräder zu errichten. Deshalb steht dort ein Windkraftprojekt in den Startlöchern – aber es braucht unser JA beim Bürgerentscheid. Und wir, von Fridays For Future, fordern von Ihnen, Ihre Entscheidung vor dem Hintergrund all dessen zu treffen, was ich gerade erzählt habe. 

Laut IPCC haben wir noch wenige Jahre bis maximal das nächste Jahrzehnt, um unsere Emissionen gegen null zu bringen – aktuell steuern wir auf 3 Grad Erwärmung zu! Wer sich in diesem Jahr dafür einsetzt, ein laufendes Windkraft-Projekt zu verhindern, und die Planung damit um Jahre verzögert oder sogar zum Erliegen bringt, ermöglicht fossilen Konzernen, ihr Geschäft noch jahrelang weiterzuführen – das befeuert unumgänglich die Klimakrise. Hinzu kommt: Wir haben ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Flächenziele vorschreibt. Wenn wir die verfehlen, wird es ab 2032 deutlich einfacher für Projektierer, Windräder im Außenbereich zu bauen. Dann kann also einfach ein anderer Projektierer einen Windpark im Odenwald errichten, möglicherweise ohne Bürgerbeteiligung.

Einige von Ihnen kennen vielleicht das Zitat von Greta Thunberg: „Change is coming, whether you like it or not.“ Ich weiß, dass viele Menschen momentan Angst vor Veränderung haben – aus den unterschiedlichsten Gründen. Auch ich habe Angst, dass sich in meiner Zukunft sehr viel verändert, und ich nicht mal etwas dagegen tun kann. Aber Veränderung kann auch positiv sein – vor allem, wenn wir selbst die Veränderung sind. Ich lade Sie dazu ein, sich gemeinsam mit uns für eine nachhaltige und demokratische Zukunft einzusetzen. Eine Zukunft, die wir selbst gestalten, und eines Tages an die kommende Generation weitergeben. Und eine, in der wir selbst mit jeder Umdrehung unserer Windräder von der Energiewende profitieren. Dankeschön!

Speeches translated in english: To view the desired speech, just click on the corresponding line.

– Speech by FFF HD

I’m pleased to be the first to speak here today. As was just explained, today’s topic is the referendum in which we’ll decide whether our city should allow wind turbines on the Lammerskopf. And—like probably some of you here—I’m currently talking to a lot of people about this referendum. Unfortunately, I often get the feeling that we’ve all lost sight of exactly how this wind power debate actually began, where we’re coming from. And I think it’s a shame that, as a result, so many important arguments are getting lost—arguments that really should be the focus of our attention. Well, at the same time, I realize that this is a complex issue—we have to think about it locally, but also globally, and issues are being pitted against one another that should actually be considered together. It helped me to revisit how my movement actually arrived at its position—and I’d like to invite you to spend the next 5–10 minutes engaging with what I’m about to share with you.

To start things off, I’ve brought a little story for you: You may remember that in 2019, 8 million people around the world took to the streets for Fridays for Future. Back then, about half of my classmates from my grade also traveled to downtown Munich to join the climate strike. Many of us received multiple disciplinary notices for being absent from school without an excuse—at other schools, even harsher disciplinary measures were imposed. And I’m sure you still remember who inspired us: a 15-year-old student from Sweden who decided she would no longer ignore climate change.

So, in fact, the story begins even earlier: Decades before the first members of my generation were born, it had been clearly and scientifically proven that high emissions from fossil fuels lead to human-induced climate change, the impact of which on people, animals, and the environment cannot be compared to any other crisis. We’re growing up as scientists discover that the destruction of ecosystems such as permafrost or coral reefs could trigger an unstoppable chain reaction of ecosystem degradation and CO2 emissions—one that we’ll be powerless to stop. At school, we learn a lot about interpreting poetry, but nothing about the fact that rising sea levels will displace several hundred million people from their homes by 2100 if we do nothing.

For years, politicians, together with the fossil fuel lobby, have ignored and obscured the problem. And so, in 2018, it was ultimately Greta Thunberg who decided to go on a school strike—what good is an education if you have no future? And my generation stands behind her, because we are all determined to demand our right to a future from all decision-makers worldwide.

In Germany, I’m working with Fridays for Future to advocate for a legally binding phase-out of coal. From Lusatia to Garzweiler to Leipzig, we’re following the trail of destruction this industry leaves behind in Germany. We speak with people in Germany who have been forcibly displaced for large-scale fossil fuel projects and who have had to settle for nothing more than meager compensation. In doing so, we’ve learned that these people face exactly the same problem as we do: their own fate is being snatched from their hands in favor of the profits of large corporations. When a coal-fired power plant is built, there are no panel discussions or public participation—and why should there be, when people can’t even decide whether their village will remain standing or not? Species conservation and environmental impact assessments are of no concern to a purely profit-driven corporation—and they can rarely prevent construction, because the planning of such a power plant is backed by investments and subsidies worth billions.

Competition from the renewable energy sector is simply eliminated through connections to the government—in 2012, for example, the expansion of solar energy plummeted from over 8,000 to under 2,000 MW with the so-called “Altmaier Break.” Incidentally, our current energy and business lobbyist, Katherina Reiche, was also a key architect of the Altmaier Break.

She is also currently ensuring that Germany’s gas infrastructure is being massively expanded—among other things, approximately 30 gas-fired power plants are under construction or in the planning stages, along with everything else associated with gas—off the coast of Borkum, the Dutch company One-Dyas plans to extract gas from 10 platforms, and the South German gas pipeline will soon run through Heidelberg as well. The amount of electricity these gas-fired power plants could generate combined is equivalent to 1,000–2,000 wind turbines! You haven’t heard a thing about this? Congratulations—that means Ms. Reiche has achieved her goal! Basically, it doesn’t really matter whether you’re aware of this or not—a large portion of the profits from these power plants will end up in the hands of foreign corporations anyway.

I have the feeling that public discourse is currently being distorted to such an extent that I’d rather throw these figures out there again: globally, approximately 70% of all greenhouse gas emissions and 90% of all CO2 emissions result from the burning of fossil fuels. The energy transition is clearly the key to mitigating climate change! Nevertheless, in 2026, Ms. Reiche wants to make us dependent on fossil fuels once again.

Do we need to take this step to overcome the economic crisis? No, this makes absolutely no economic sense—electricity from the new gas-fired power plants will be two to three times as expensive as that from renewable backups such as battery storage and biogas, according to a study by the Forum for Ecological Market Economy. The fact that our energy prices are currently skyrocketing is largely due to our failure to switch to renewable energy sources in a timely and rapid enough manner. Fossil fuel power plants can only be considered economically viable if nearly all of the resulting social and economic costs are ignored—and those costs are then passed on to all of us. No fossil fuel company is being held properly accountable for its air pollution, damage to ecosystems, and destruction caused by extreme weather!

But today I haven’t just come here with problems—I’ve come, above all, with a solution. It’s one that can resolve many of these crises at once, one that can make us resilient, no matter what the coming decades hold for us. And the crux of it is this: We must take our future back into our own hands. We should shape our own energy supply and benefit from it, instead of bearing the consequences of fossil fuel-driven destruction! The energy transition isn’t just about emitting as little CO2 as possible—it’s also about finally democratizing our energy production. It’s about strengthening the role of local communities and ensuring that decisions aren’t made over our heads. This way, for example, we can also ensure that local environmental concerns are taken into account. At a time when our democracy must be actively defended, and we are reminded time and again just how harmful our dependence on fossil fuels can be, it is more important than ever to advocate for the right to shape our own future—and to do so sustainably.

I grew up near Munich, almost right next to the Ebersberger Forest, one of Germany’s largest forested areas. I spent a large part of my childhood in that forest, and later went there often to run and take walks. And a few years ago, as part of a local referendum, I campaigned for the construction of five wind turbines in that forest area. Because a forest can only protect the climate if we protect the forest from climate change. In many protected areas in Germany, it is either prohibited by law or not permitted under planning regulations to build infrastructure—and that is the extremely important achievement of dedicated people! The Lammerskopf is one of the locations where it is possible to erect wind turbines in accordance with local nature conservation regulations. That’s why a wind power project is in the starting blocks there—but it needs our “YES” vote in the referendum. And we, from Fridays For Future, urge you to make your decision in light of everything I’ve just told you.

According to the IPCC, we have only a few years—at most the next decade—to reduce our emissions to near zero—we’re currently on track for a 3-degree rise in temperature! Anyone who works this year to block an ongoing wind power project—thereby delaying planning by years or even bringing it to a standstill—enables fossil fuel corporations to continue their business for years to come—which inevitably fuels the climate crisis. What’s more, we have a Renewable Energy Act that sets land-use targets. If we fail to meet them, it will become significantly easier for developers to build wind turbines in rural areas starting in 2032. Then, another developer could simply build a wind farm in the Odenwald, possibly without public participation.

Some of you may be familiar with Greta Thunberg’s quote: “Change is coming, whether you like it or not.” I know that many people are afraid of change right now—for a wide variety of reasons. I, too, am afraid that a great deal will change in my future, and that there’s nothing I can do about it. But change can also be positive—especially when we ourselves are the change. I invite you to join us in working toward a sustainable and democratic future—a future that we shape ourselves and will one day pass on to the next generation, and one in which we ourselves benefit from the energy transition with every rotation of our wind turbines. Thank you!