Am 15.09. ist wieder globaler Klimastreik! Los gehts um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Unser Motto: #EndFossilFuels . Wir freuen uns auf euch!

Komm am 15.9. um 16 Uhr mit uns auf die Straße und demonstriere mit uns fĂŒr ein Ende des Zeitalters fossiler Brennstoffe!

Alle Infos zum Streik findest Du hier:

I Warum streiken wir?

II Mithelfen

III Route

IV Blöcke

V Programm

VI Weitere Infos

Warum streiken wir?

Wir mĂŒssen das Zeitalter der fossilen Brennstoffe beenden!  

Wissenschaftler*innen warnen seit vielen Jahren vor den katastrophalen Folgen der AbhĂ€ngigkeit von fossilen Brennstoffen und bereits marginalisierte und benachteiligte Gemeinschaften rund um den Globus sind den schlimmsten Auswirkungen ausgesetzt, wĂ€hrend ihre WiderstandsfĂ€higkeit ausgeschöpft ist. Doch man hat sie alle gekonnt ignoriert! Die Staats- und Regierungschef*innen der reichsten Nationen haben es versĂ€umt, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die privilegiertesten 1% leben weiterhin im Überfluss, wĂ€hrend die Verwundbarsten an der Frontlinie einer Krise stehen, die sie nicht verursacht haben.   Was steckt dahinter? Die Industrie fĂŒr fossile Brennstoffe lebt von Gier und Ausbeutung und opfert das Leben anderer, um ihre Taschen zu fĂŒllen. Unsere AbhĂ€ngigkeit von Kohle, Öl und Gas richtet auf unserem Planeten verheerende SchĂ€den an, wobei die am stĂ€rksten betroffenen Menschen und Gebiete (kurz MAPA) den höchsten Tribut zahlen mĂŒssen #MAPA. Als wĂ€re das nicht genug, fordert die Industrie fĂŒr fossile Brennstoffe Milliarden Dollar und Euro an Subventionen, Investitionen und AusschĂŒttungen und kassiert gleichzeitig immer mehr. Wir mĂŒssen das Zeitalter der fossilen Brennstoffe beenden, um das Überleben aller Menschen auf diesem Planeten zu sichern: Die Förderung fossiler Brennstoffe setzt einen Kreislauf kolonialer Dominanz fort. Multinationale und nationale Konzerne aus dem Globalen Norden (wie Shell, BP, ExxonMobil, Total Energies, Chevron, Pemex, Petronas, BHP, Rio Tinto, Shenhua und sogar Greenwashing-Unternehmen wie RWE, Siemens, Iberdrola, Heidelberg Materials und viele andere)  fallen ĂŒber Gemeinden, oft im Globalen SĂŒden und ehemaligen Kolonien, her und beuten Mensch und Umwelt fĂŒr die Profite weniger reicher Menschen aus. Dabei werden sie auch noch von Regierungen, wohlhabenden Einzelpersonen, Banken und Finanzinstituten unterstĂŒtzt: weltweit werden fossile Industrien mit 13Millionen $ subventioniert – pro Minute! Über 70% aller Emissionen stammen von nur 100 Konzernen. Wir mĂŒssen uns zusammenschließen und dieses ausbeuterische System verĂ€ndern, das Profit ĂŒber Menschen stellt. Wir mĂŒssen zusammen auf den Straßen Druck aufbauen, damit unsere Regierungen diesem Wahnsinn ein Ende setzen. Das bedeutet auch, dass wir endlich aufhören, uns in Scheindebatten ĂŒber “Lifestyle-Entscheidungen“ zu verlieren und endlich das große Ganze in den Blick nehmen.  

Mehr als nur von regionaler Bedeutung

Auch wir als Fridays For Future Ortsgruppe Heidelberg beteiligen uns daran. Hier bei uns vor Ort ist die Zentrale von Heidelberg Materials. Ein Unternehmen, das als der zweitgrĂ¶ĂŸte Zementproduzenten weltweit gilt und nach RWE derzeit das klimaschĂ€dlichste Unternehmen im DAX mit ĂŒber 70 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jĂ€hrlich [ist]! Heidelberg Materials gefĂ€hrdet nicht nur die Pariser Klimaschutzziele, sondern ist auch in einer Reihe von Menschenrechtsverletzungen involviert. Das Großunternehmen ist in ĂŒber 60 LĂ€ndern aktiv und beutet hĂ€ufig durch Tochterfirmen Natur und Menschen gleichermaßen aus, z.B. in Indonesien, PalĂ€stina, Togo und der Westsahara. An diesen Orten werden unter anderem Naturschutzgebiete zerstört, Menschen lebensnotwenidger Ressourcen beraubt und es wird mit Regierungen zusammengearbeitet, die gegen Menschen- und Völkerrecht verstoßen (genauere Zusammenfassung hier). Gemeinsam mit einem BĂŒndnis aus zahlreichen Gruppen in diesen Gebieten und Deutschland fordern wir das Unternehmen auf, diese massive Zerstörung zu beenden.   Globale Ungerechtigkeiten, kolonial geprĂ€gte AusbeutungsverhĂ€ltnisse und Menschenrechtsverletzungen gehen im fossilen Kapitalismus Hand in Hand mit Klimazerstörung. Das zeigt sich auch hier auf lokaler Ebene: Jede Stadt, jede Kommune muss ihren Teil zur 1,5°C-Grenze beitragen. In Heidelberg setzen wir uns gemeinsam mit anderen Gruppen dafĂŒr ein, dass die Stadt klimafreundlicher und gerechter wird.  Klimagerechtigkeit und eine langfristige klimefreundliche Gesellschaft können wir nur durch systemischen Wandel und Gerechtigkeit auf allen Ebenen erreichen! 

Ein StĂŒck Hoffnung und Forderungen

Es ist klar, dass in unserem Wirtschaftssystem nicht so weitergehen kann. Die ewige Fortsetzung des “Business as usual” hat die Klimakrise bis heute angetrieben. Deshalb kĂ€mpfen wir gegen die Industrie der fossilen Brennstoffe. Wir wehren uns gegen den Bau neuer Pipelines und die Ausweitung der Abbaupraktiken, die so viele Menschenleben kosten. Wir wehren uns gegen falsche Lösungen, die vom grĂŒnen Kapitalismus angetrieben werden. Wir kĂ€mpfen fĂŒr das Ende des fossilen Zeitalters.  FĂŒr den nĂ€chsten globalen Klimastreik am 15. September 2023 fordern wir:

  • Ein Ende der Finanzierung fossiler Brennstoffe, indem Regierungen und Banken sich von neuen und laufenden Projekten zur Förderung fossiler Brennstoffe trennen.
  • Der Handel mit CO2-Zertifikaten, mangelhafte Technologien wie Carbon Capture Storage und andere Maßnahmen, die keine echte Nachhaltigkeit bringen, dĂŒrfen nicht mehr als “grĂŒne” oder “klimafreundliche” Lösungen verkauft werden, mit denen Unternehmen sich als nachhaltig darstellen (Stichwort “Greenwashing”)
  • Einen schnellen und gerechten Ausstieg aus allen fossilen Brennstoffen, der sicherstellt, dass die Lasten und Vorteile gerecht auf die verschiedenen Interessengruppen verteilt werden, mit besonderem Augenmerk auf historisch marginalisierte und gefĂ€hrdete Gemeinschaften.
  • Massive Investitionen in Projekte fĂŒr erneuerbare Energien.
  • Wiedergutmachung der SchĂ€den, dieden von der Klimakrise und ihren strukturellen Ursachen betroffenen Gemeinschaften zugefĂŒgt wurden, sowie Durchsetzung des Fonds fĂŒr SchĂ€den und Verluste, mit besonderem Augenmerk auf die Einzahlung der historischen Verschmutzer in den Fonds.

Am 15. September wollen wir unsere Stimmen gemeinsam erheben – ĂŒber Grenzen hinweg. Gemeinsam können wir eine Zukunft gestalten, die unseren Planeten und alle seine Bewohner*innen ehrt und eine blĂŒhende Erde fĂŒr die kommenden Generationen sichert. Es gibt keine Alternative zu #EndFossilFuels. Seid dabei!

Mithelfen

FĂŒr unsere Demo suchen wir noch Ordner:innen! Falls du mindestens 18 bist und am 15.9. schon etwas frĂŒher da sein kannst, wĂ€re es super, wenn du uns als Ordner:in unterstĂŒtzt. Komm dafĂŒr in eine dieser Gruppen:

Route

Los gehts um 16 Uhr am Marktplatz. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung laufen wir durch die Hauptstraße zur Neckarwiese, wo ein Großteil des Programms stattfinden wird.

Blöcke

Auf der Demo wird es 5 Blöcke geben:

End fossil fuels Block

Wir fahren zusammen Block

bunter antikapitalistischer Block

Fahrradblock

ruhiger Block

Programm

16 Uhr: Eröffnung, Rede FFF

16:15-17:45: Laufen vom Marktplatz zur Neckarwiese

17:45-19:00: Programm auf der Neckarwiese, Reden, Konzert von ok.danke.tschĂŒss

Reden

Weitere Infos

Wir möchten, dass sich alle Teilnehmer*innen auf unserem Streik wohlfĂŒhlen. Deswegen bitten wir euch, uns WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse zur Verbesserung unserer Streiks sowohl vor als auch nach dem Streik rĂŒckzumelden. Wir planen einen ruhigen Block am Ende des Demozuges; dort achten wir darauf, dass die Musik nicht so laut ist und es allgemein eine “ruhigere” AtmosphĂ€re gibt.

Bei der Demo wird es wieder Awarenesspersonen geben. Sie tragen lila Westen. Sprich sie einfach an, wenn es Dir nicht gut geht oder Du etwas brauchst!