Am 20.9. führt unsere Demo fahrradfahrend durch die Straßen Heidelbergs!

Wann? Am 20.9.2025 15 Uhr
Wo? Start und Ende an der Stadtbücherei

Unser Motto heißt #ExitGas: Nur diesmal gehen wir nicht, sondern fahren auf die Straße gegen fossile Gasprojekte und für Klimaneutralität!

Unsere Rede findet ihr hier:
Während die Klimakrise weltweit Existenzen zerstört, heizt die Bundesregierung sie weiter an. Statt nach dem erfolgreichen Ausstieg aus der Kohle, weiter auf die Klimaneutralität hinzuarbeiten, wendet sich die Regierung nun einem neuen fossilen Energieträger zu: Gas. 

Zusätzlich zum Bau dutzender Gaskraftwerke will die Bundesregierung auch in Deutschland anfangen, Gas zu fördern. Ob auf Borkum, oder in Reichling: Dieser neue Kurs ist völlig unvereinbar mit deutschen Klimazielen. Wenn wir jetzt anfangen, neue fossile Infrastruktur aufzubauen, bleiben wir über Jahrzehnte auf ihr sitzen. Diese Zeit haben wir nicht! 

Warum ist Erdgas furchtbar fürs Klima? Wie bei allen fossilen Brennstoffen entsteht bei der Verbrennung von Erdgas CO2, wodurch die Klimakrise weiter angeheizt wird. Zwar stimmt es, dass die Verbrennung von Erdgas effizienter ist als die von Kohle, jedoch hat die Gewinnung von Erdgas ein großes Problem: Lecks! Überall, wo Erdgas gefördert und transportiert wird, gelangen durch Lecks große Mengen Methan in die Atmosphäre. Da Methan um ein Vielfaches klimaschädlicher ist als CO2, ist Erdgas im Endeffekt genauso schlimm wie Kohle!    

Auch durch Heidelberg wird gerade im Stillen eine Gas-Pipeline gebaut – die Süddeutsche Erdgaspipeline (SEL) mit geplanter Eröffnung 2028. Die Pipeline soll angeblich schon Anfang der 2030er Jahre auf Wasserstoff umgestellt werden. Allerdings ist die Umrüstung einer Gaspipeline für den Wasserstofftransport extrem kostspielig und risikobehaftet. Daher scheint es unglaubwürdig, die Pipeline erst für den Erdgastransport und nach wenigen Jahren für den Transport von Wasserstoff zu verwenden. Trotz lokalem Protest sind die Bauarbeiten seit August in vollem Gange. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen: Der Betreiber terranets bw hält sein Versprechen der vollständigen Wiederherstellung der genutzten Oberflächen nicht ein und gerät wegen der Gefährdung geschützter Tierarten in die Kritik. 

Die deutschlandweite Initiative für den extremen Ausbau der Gasinfrastruktur geht insbesondere von der neuen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aus. Für wen die ehemalige Gas-Lobbyistin Politik macht, war spätestens dann klar, als sie den Ausbau erneuerbarer Energien als „völlig überzogen“ bezeichnete. Damit will sie Gas zur Energieversorgung für die kommenden Jahrzehnte etablieren, ungeachtet der fatalen Kosten für Klima, Umwelt und Menschen.

Denn Gas ist nicht nur extrem klimaschädlich, sondern außerdem viel zu teuer. Ab 2027 wird die CO2-Steuer auch im Gebäudesektor erhoben; dadurch wird das Heizen mit Gas unbezahlbar werden. Wenn wir jetzt die Energiewende nicht ermöglichen, dann werden diejenigen in unserer Gesellschaft, die sich den Umstieg auf Alternativen alleine nicht leisten können, das ausbaden müssen!

Auch global betrachtet, ist Gas sehr fragwürdig und ungerecht. Es wird meist aus totalitären Staaten importiert, in denen keine Klima- und Umweltschutzstandards eingehalten werden und die lokale Bevölkerung stark unter der Förderung leidet, während nur einige wenige Menschen und Konzerne wirtschaftlich profitieren. Mensch und Natur werden gleichermaßen ausgebeutet.

Die vorgebrachten Argumente zeigen deutlich: Gas ist keine Brückentechnologie! Gas ist extrem klimaschädlich und fördert Ungerechtigkeit in Deutschland und auf der ganzen Welt! Deshalb fordern wir einen Gasausstieg bis 2035! Deshalb gehen wir am 20.09. mit euch auf die Straße!