2026 ist (politisch) turbulent gestartet – und neben all dieser Weltlage erwarten uns auch dieses Jahr viele Aufgaben, um die Klimawende voranzutreiben, für Klimagerechtigkeit zu kämpfen und dafür zu sorgen, dass nicht noch mehr wertvolle Zeit ohne Klimaschutz verloren geht. Dafür gehen wir auf die Straße und werden laut!

Wann? Am 27.02.2025 16 Uhr
Wo? Start an der Stadtbücherei, Ende am Marktplatz
Die Klimakrise findet überall statt (auch in Baden-Württemberg!) – und vor allem muss der Wandel zu einer klimaneutralen und -gerechten Welt auch hier vor Ort stattfinden. Dafür müssen wir Druck bei Landtagswahlen in BW am 8.März 2026 machen, denn die Zukunft bestimmt sich durch unser heutiges Handeln & Wählen.
Route
Standardroute von der Stadtbücherei über die Poststraße, die kleine Plöck und dann die Hauptstraße bis zum Marktplatz
Programm
16 Uhr: Rede von Prof. Dr. Werner Aeschbach und Fridays for Future
Demozug zum Marktplatz
ca. 17:30 Ankunft am Marktplatz: Abschlusskundgebung
- der Klimaprotestchor singt für uns 🙂
- Rede der Energiewende Bergstraße
Mithelfen
Falls du am Tag der Demo uns unter die Arme greifen willst, dann übernimm gerne eine Ordner:in-Tätigkeit, dafür einfach dieser Signal-Gruppe beitreten (Voraussetzung: über 18 Jahre alt und am Freitag 20 min früher kommen, danke <3). Es gibt auch eine Awareness-Gruppe, für Menschen, die sich auf der Demo darum kümmern/darauf achten, dass es allen gut geht und sich jeder wohlfühlen kann.
Ansonsten findest du hier auch unseren Linktree, mit vielen Gruppen, in denen wir Infos posten.
Und natürlich ist das Wichtigste, dass du zur Demo kommst und Freunde, Familie,.. mitnimmst! Mit vielen Menschen macht eine Demo gleich viel mehr Spaß!
Reden
Zuallerst ein riesiges und herzliches Dankeschön an unsere Redebeitragenden und an den Klimaprotestchor. Vielen Dank auch an die Seebrücke, Ende Gelände und Plant Based Universities für eure Infostände!
Zum Anschauen der Redetexte einfach die entsprechende Zeile durch Anklicken ausklappen.
– Rede von Fridays for Future
Ihr werdet es mitbekommen haben, am 08. März sind Landtagswahlen und während die Klimakrise immer mehr aus der politischen Debatte verschwindet, verschwindets Sie aber nicht aus der Realität. Die Klimakrise ist kein Problem der fernen Zukunft mehr – wir erleben sie. Im Mittleren Osten treiben Hitzewellen die Temperaturen regelmäßig auf über 50 Grad – Temperaturen, die mit Menschlichen und Tierischem Leben einfach nicht vereinbar sind, Temperaturen die ganze Ökosysteme bedrohen, Lebensräume Zerstören. Bis 2050 werden laut UN-Schätzungen mehr als 200 Millionen Menschen in Folge des Klimawandels aus ihrer Heimat vertrieben worden sein.
Die Realität der Klimakrise steht im starken Kontrast zum Handeln der Landesregierung. Diese hatte sich am Anfang ihrer Legislaturperiode Klimaziele gesetzt, die von Anfang an nicht mit dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar waren. Doch selbst bei der Umsetzung dieser unzureichenden Klimaziele ist die Landesregierung gescheitert. Der Klimasachverständigenrat hat festgestellt, dass Baden-Württemberg seine Klimaziele für 2030 voraussichtlich um 17% verfehlen wird. Doch anstatt die Sofortprogramme zu erlassen, um den verschlafenen Klimaschutz aufzuholen, stritt sich die Landesregierung darüber, ob man 17% wirklich als „erhebliche Verfehlung“ des Klimaschutzgesetzes werten muss. Denn erst dann verpflichtet das Gesetz die Regierung zum Handeln.
Machen wir es mal konkret. 2021 wollte die Landesregierung 1000 neue Windräder bauen. Wie viele sind es geworden: 117 in den letzen 5 Jahren. Diese Leistung ist „miserabel“, das hat selbst die CDU zugegeben. Denn wir konnten das mal besser, allein 2017 wurden 123 neue Windräder angeschlossen. Also in einem Jahr mehr als in den vergangen 5 Jahren.
Eine der Begründungen der Politik für ihr Versagen ist das Sie in den Kommunen oft auf wiederstand treffen nach dem Motto „Klimaschutz gerne, aber bitte nicht bei uns“. Das sehen wir auch hier in Heidelberg, wo sich einige Bürgerinitiativen gegen den Ausbau der Windräder auf dem Lammerskopf gegründet haben. Natürlich kommt das nicht von ungefähr, denn dabei stützen sie sich oft auf Fehlinformationen, die seit Jahrzehnten gezielt von fossilen Konzernen verbreitet werden. Doch diese Hürden können überwunden werden, das haben wir aber letztes Jahr in Dossenheim gesehen, wo sich eine Mehrheit der Bürger*innen für den Bau neuer Windkraftanlagen ausgesprochen hat.
Das war aber auch kein Zufall. Damit das mit dem Kommunen klappt müssen sie besser in die Planung einbezogen und vor allem auch am Gewinn beteiligt werden. Unerlässlich sind dabei auch die vielen Menschen sich, wie wir es in Dossenheim gesehen haben, organisieren und mit Fakten gegen die Propaganda der Fossilen Lobby wehren. Vielen Dank an dieser Stelle!
Da die Politik ja selber keine gescheiten Pläne aufstellt haben wir uns gedacht, da können wir helfen und ein Paar Forderungen an die Zukünftige Landesregierung entworfen.
Bleiben wir beim Thema Windkraft. Wir fordern eine Verzehnfachung des Windkraftausbaus in Baden-Württemberg. Dafür braucht es mehr Förderung, beschleunigte Genehmigungsverfahren mit mehr Personal und eine effizientere Flächenausweisung.
Wir Fordern die Anerkennung des Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe. Das ist keine juristische Spitzfindigkeit denn, ohne die Verankerung bleibt Klimaschutz freiwillig und steht damit in ihrem Stellenwert hinter den Pflichtaufgaben zurück. In der Praxis bedeutet das, dass der Klimaschutz wird im Zweifel hinten angestellt, wenn die finanziellen und personellen Ressourcen knapp sind. Deshalb fordern wir eine verlässliche, fördermittel-unabhängige Förderung für Kommunen.
Wir fordern einen Klimaanpassungs-Fonds, der alle Akteur*innen aktiv beim Umgang mit Klimafolgen unterstützt. Denn die Klimafolgen treffen uns auch in Baden-Württemberg – mit wachsenden Schäden, etwa für Gesundheit, Landwirtschaft, Privatpersonen und Wälder. Soziale Kriterien und echte Beteiligung müssen dabei verbindlich verankert werden. Nur mit einer stabilen Finanzierung kann Baden-Württemberg Land, Menschen und Wirtschaft wirksam vor der Klimakrise schützen.
Weiterhin Fordern wir eine gesicherte Weiterführung des 49€ Tickets bis 2030, einen konsequenten Gassaustieg, eine Ausbildungsoffensive für Klima-Jobs und Transformationsförderung für Unternehmen.
Damit diese Forderungen umgesetzt werden, seit ihr gefragt. Die Landtagswahl ist wichtiger denn je und Bundesländer haben mehr Macht, als mensch oft denkt. Ja es geht auch darum sich gegen den Rechtruck zu wehren und zu zeigen die Menschenverachtende, faschistische Ideologie der AFD hier kein Platz hat. Doch viel mehr als gegen die AFD geht es um eine Politik, für Menschenwürde, für eine bessere Zukunft den Klimaschutz beginnt nicht irgendwo anders sondern hier in Baden-Württemberg, hier in Heidelberg.
Deshalb geht am 8ten März zur Wahl und wählt eine Regierung die sich dem Klimaschutz verpflichtet fühlt. Doch da kann es nicht aufhören, das Verhalten der letzten Regierung hat gezeigt: Wenn der Druck aus der Bevölkerung nicht groß genug ist, bleiben Klimaziele leere Versprechen.
Deshalb bleibt aktiv. Redet mit Menschen über die Klimakrise. Ja auch ich hab oft das Gefühl es sei schon alles gesagt, doch Beispiele wie Dossenheim zeigen, es lohnt sich. Als starke zivil Gesellschaft können wir der Treiber der Veränderung sein. Dann werden wir auch Windräder auf, dem Lammerskopf bauen, dann werden wir den Gasausstieg schaffen wie Mannheim es vormacht, dann bauen wir uns einfach selber eine gerechtere Zukunft.
– Rede von Prof. Dr. Werner Aeschbach (Institut für Umweltphysik – Uni Heidelberg)
Es freut mich, dass Ihr so zahlreich hier seid. Leider ist es auch nach 7 Jahren Klimastreikbewegung immer noch notwendig, vielleicht sogar notwendiger denn je, dass alle, die die Klimakrise verstanden haben, gemeinsam dafür kämpfen, dass endlich wirksam dagegen vorgegangen wird.
Ich spreche zu Euch als Umwelt- und Klimaforscher der hiesigen Universität, aber auch als Mitglied des Fachkollegiums der Scientists for Future (S4F). Besten Dank an die Organisatoren des Streiks für die Einladung. Es ist eine gute Idee, den Kontakt zwischen der Klimastreikbewegung, den Fridays for Future (FFF), und den S4F stets aufrecht zu erhalten.
2019 haben sich die S4F spontan als Reaktion auf die Klimastreiks der Jugend gegründet. Es ging uns darum, den FFF die wissenschaftliche Rückendeckung zu geben, die sie verdient haben. Die Stellungnahme vom März 2019, unter dem Titel „Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt“, wurde damals von fast 27.000 Wissenschaflter:innen aus dem deutschsprachigen Raum unterschrieben!
Daraus sind die S4F als Zusammenschluss von Wissenschaftler:innenWir schreiben Wissenschaftler:innen. Damit meinen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wissenschaftler:innen sind Menschen, die forschen. More entstanden, die sich dafür engagieren, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und der generellen Nachhaltigkeitskrise angemessen in die politischen Debatten einfließen. Das Fachkollegium der S4F ist ein interdisziplinäres Gremium aus aus rund 170 Wissenschaftler:innenWir schreiben Wissenschaftler:innen. Damit meinen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wissenschaftler:innen sind Menschen, die forschen. More, das die S4F berät und mit Fachexpertise unterstützt. Unser Antrieb ist das Verantwortungsgefühl gegenüber künftigen Generationen und einer demokratischen Gesellschaft.
Die S4F und ihre Fachgruppen geben regelmäßig Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen heraus. Die jüngste Stellungnahme der S4F befasst sich mit der Energiepolitik der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die sie einem Realitätscheck unterzieht. Leider müssen wir feststellen, dass die Gaspolitik der Bundeswirtschaftsministerin ein fossiler Rückschritt ist! Einmal mehr sind die Interessen der fossilen Lobby wichtiger als eine gute Zukunft für uns alle, das können wir nicht länger hinnehmen!
Auch international sieht es leider nicht gut aus mit dem Klimaschutz. Besonders in den USA hat sich eine wissenschaftsfeindliche Politik erneut durchgesetzt. Unsere amerikanischen Kollegen in der Klima- und Umweltforschung stehen dort unter großem Druck, manche verlassen gar das Land, in dem ihre Forschung nicht mehr erwünscht ist.
Noch schlimmer sind aber die vielen Rückschritte in der Klima- und Energiepolitik. Donald Trump träumt davon als Besitzer der größten Reserven an fossilen Energieträgern die Welt beherrschen zu können. Er hat „Energiedominanz“ der USA ganz offiziell zu einem Ziel seiner Regierung erklärt, und er meint damit ausschließlich fossile Energien.
Hier in Europa, in Deutschland, und auch in Baden-Württemberg müssen wir erkennen, dass ein Festhalten an den Energieträgern der Vergangenheit eine doppelte Sackgasse ist. Dieser Weg führt uns nicht nur direkt in die immer mehr eskalierende Klimakrise, sondern hält uns auch in Abhängigkeit von Autokraten weltweit.
Seien wir also klug und vorausschauend und partizipieren wir am weltweiten Boom der immer günstiger werdenden erneuerbaren Energien. Werden wir Vorreiter der Technologien der Zukunft, die in Bereichen wie Verkehr und Heizung durch Elektrifizierung enorme Effizienzgewinne bringen. Von unseren Politiker:innenWir schreiben Politiker:innen. Damit meinen wir Politikerinnen und Politiker. Politiker:innen sind von den Menschen gewählt. Sie treffen Entscheidungen. Und machen Gesetze. More müssen wir nicht Technologieoffenheit, sondern konsequente Förderung der klar erkennbaren Zukunftstechnologien fordern. Und unseren Mitbürger:innen müssen wir klar machen, das Klimaschutz nicht Verzicht und Verlust bedeutet, sondern enorme Zukunftschancen mit sich bringt.
Liebe Klimastreiker:innen, die Realität ist erschreckend: die letzten drei Jahre waren global die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen, wahrscheinlich seit tausenden, wenn nicht sogar hunderttausenden von Jahren. Es waren die ersten Jahre, die rund 1.5 °C wärmer waren als der Mittelwert aus vorindustrieller Zeit. Das im Pariser Klimaabkommen 2015 festgelegte Idealziel der Einhaltung einer maximalen Erwärmung von 1,5 °C ist damit nicht mehr zu halten. In wenigen Jahren werden wir auch im langjährigen Mittel diese Schwelle überschreiten.
Es gibt zudem Anzeichen, dass sich die Erwärmung aktuell weiter beschleunigt. Das obere im Pariser Klimaabkommen festgelegte Ziel von 2,0 °C ist damit auch nicht mehr sehr weit entfernt, es könnte deutlich vor 2050 überschritten werden, wenn wir nicht bald entschlossen handeln. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) haben 2025 einen gemeinsamen Aufruf veröffentlicht, in dem sie vor einer sich beschleunigenden Erwärmung warnen und zum Handeln aufrufen. Beteiligt war dabei eine junge Physikerin, die bei mir vor ein paar Jahren ihre Masterarbeit gemacht hat.
Der heutige Streik soll auch ein Signal senden für die bevorstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg. Auch auf Landesebene kann und muss viel für den Klimaschutz getan werden. Es ist daher richtig und wichtig, dass sich die Klimabewegung Gehör verschafft. Wir können uns keine Politik mehr leisten, die den Fortschritt im Kampf gegen die Klimakrise weiter verzögert. Daher ist es sehr wichtig, dass bei dieser Wahl eine fortschrittliche, zukunftsgerichtete Klimapolitik gewinnt! Tragen wir alles dazu bei, was wir können!
– Rede der Energiewende Bergstraße
Ich bin in den 80ern und 90ern aufgewachsen. Damals lief eine Serie, die viele von euch kennen: Star Trek – The Next Generation. Dort wurde eine Vision gezeigt: Eine Gesellschaft ohne Armut, ohne Rassismus, ohne Gier. Eine Menschheit, die ihre Probleme nicht verdrängt, sondern löst.
Als der Kalte Krieg endete und Deutschland wiedervereinigt wurde, fühlte sich diese Vision plötzlich greifbar an. Die „Winds of Change“ wehten durch Europa. Und ich dachte: Vielleicht erleben wir es noch. Vielleicht schaffen wir es, die erneuerbaren Energien groß zu machen – und damit zumindest einen Teil dieser Vision Wirklichkeit werden zu lassen.
Und ja: Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zur Jahrtausendwende legte Rot-Grün den Grundstein. Solar und Wind begannen zu wachsen. Es ging voran.
Doch von Anfang an gab es Widerstand. Unter CDU und FDP wurde die Solarbranche durch massive Kürzungen der Einspeisevergütung fast zum Stillstand gebracht – der sogenannte „Altmaier-Knick“ 2012. Tausende Arbeitsplätze verschwanden. Ein ganzer Industriezweig wurde ausgebremst.
Dann kam die Windkraft. Sie wuchs – und sie störte das fossile Geschäftsmodell. 2017 führte die Große Koalition Ausschreibungen ein, die den Ausbau faktisch deckelten. Wieder brach ein Aufbruch ein.
Und dann kam Fridays for Future.
2019 gingen weltweit Millionen auf die Straße. 1,4 Millionen allein in Deutschland. 10.000 hier in Heidelberg. Plötzlich war da wieder diese Energie. Diese Entschlossenheit. Diese Hoffnung.
In der Ampelkoalition wurden Bremsen gelöst. Der Ausbau von Solar und Wind zog wieder an. Das Wind-an-Land-Gesetz beschleunigt Genehmigungen und verpflichtet die Länder, Flächen bereitzustellen. Trotz Pandemie. Trotz Ukrainekrieg. Es ging wieder vorwärts.
Und wieder dachte ich: Jetzt kippt es endgültig. Jetzt ist das fossile Zeitalter Geschichte.
Aber wieder kam der Rückschlag.
Die Ampel zerbrach. Ministerin Reiche versucht, Gas zum wichtigsten Energieträger Deutschlands zu machen. Der Ausbau der Erneuerbaren soll vom schleppenden Netzausbau abhängig gemacht werden – statt endlich die Netze an die Realität der Energiewende anzupassen. Weltweit kehrt der Faschismus zurück, Trump stoppt den Klimaschutz in den USA und nur noch 30% der Bundesbürger halten Klimaschutz für wichtig.
Das ist das Muster unserer Zeit: Hoffnung. Fortschritt. Gegenwind. Rückschritt.
Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Der Same von 2019 ist aufgegangen. In Dossenheim. In Schriesheim. Bürgerentscheide pro Windkraft – direkt hier in unserer Region. Menschen übernehmen Verantwortung. Gemeinden entscheiden sich für Zukunft statt Stillstand. Und auch in den USA stehen die Menschen auf.
Und genau darum geht es bei dieser Landtagswahl.
Sie wollen, dass wir müde werden. Sie wollen, dass wir glauben, es bringe nichts. Sie wollen, dass wir uns an Rückschläge gewöhnen.
Aber jedes Mal, wenn wir wieder aufstehen, verschiebt sich die Zukunft ein Stück.
Wir wissen, dass es ein Hin und Her ist. Wir wissen, dass es Widerstände gibt. Und wir wissen auch: Ohne uns bewegt sich nichts.
Mehr Hitzetage oder mehr Windräder. Mehr fossile Abhängigkeit oder mehr Sonnenstrom. Mehr Verzögerung oder mehr Tempo.
Darum geht es.
Wir wählen Menschlichkeit. Wir wählen Klimaschutz. Wir wählen die Zukunft.
Speeches translated in english: To view the desired speech, just click on the corresponding line.
– Speech by Fridays for Future
As you will have noticed, state elections are taking place on March 8, and while the climate crisis is increasingly disappearing from political debate, it is not disappearing from reality. The climate crisis is no longer a problem of the distant future—we are experiencing it now. In the Middle East, heat waves regularly push temperatures above 50 degrees Celsius—temperatures that are simply incompatible with human and animal life, temperatures that threaten entire ecosystems and destroy habitats. According to UN estimates, more than 200 million people will have been displaced from their homes by 2050 as a result of climate change.
The reality of the climate crisis stands in stark contrast to the actions of the state government. At the beginning of its legislative period, it set climate targets that were incompatible with the ParisParis ist eine Stadt in Frankreich. Dort wurde das Klima∙abkommen unterschrieben. More Climate Agreement from the outset. But even in implementing these inadequate climate targets, the state government has failed. The Climate Expert Council has determined that Baden-Württemberg is likely to miss its climate targets for 2030 by 17%. But instead of enacting immediate programs to make up for lost time in climate protection, the state government argued about whether 17% really constitutes a “significant violation” of the Climate Protection Act. Only then does the law oblige the government to take action.
Let’s get specific. In 2021, the state government wanted to build 1,000 new wind turbines. How many were actually built? 117 in the last five years. Even the CDU has admitted that this performance is “miserable.” We used to be better at this; in 2017 alone, 123 new wind turbines were connected. That’s more in one year than in the past five years.
One of the reasons politicians give for their failure is that they often encounter resistance in local communities, with the motto “Climate protection is fine, but please not here.” We see this here in Heidelberg, where several citizens‘ initiatives have been formed to oppose the expansion of wind turbines on the Lammerskopf. Of course, this is no coincidence, as they often rely on misinformation that has been deliberately spread by fossil fuel companies for decades. But these hurdles can be overcome, as we saw last year in Dossenheim, where a majority of citizens voted in favor of the construction of new wind turbines.
But that was no coincidence either. For this to work with local authorities, they need to be better involved in the planning process and, above all, share in the profits. It is also essential that many people organize themselves, as we saw in Dossenheim, and use facts to counter the propaganda of the fossil fuel lobby. Thank you very much for that!
Since politicians themselves have failed to come up with any sensible plans, we thought we could help by drafting a few demands for the future state government.
Let’s stick with the topic of wind power. We are calling for a tenfold increase in wind power expansion in Baden-Württemberg. This requires more funding, accelerated approval procedures with more staff, and more efficient land designation.
We demand that climate protection be recognized as a mandatory municipal task. This is not a legal technicality, because without this anchoring, climate protection remains voluntary and thus takes a back seat to mandatory tasks. In practice, this means that climate protection is put on the back burner when financial and human resources are scarce. We therefore call for reliable, subsidy-independent funding for municipalities.
We are calling for a climate adaptation fund that actively supports all stakeholders in dealing with the consequences of climate change. After all, the consequences of climate change are also affecting us in Baden-Württemberg – with increasing damage to health, agriculture, private individuals, and forests, for example. Social criteria and genuine participation must be enshrined in law. Only with stable financing can Baden-Württemberg effectively protect its land, people, and economy from the climate crisis.
Furthermore, we demand the guaranteed continuation of the €49 ticket until 2030, a consistent phase-out of gas, a training offensive for climate jobs, and transformation support for companies.
In order for these demands to be implemented, we need your help. The state election is more important than ever, and federal states have more power than people often think. Yes, it is also about resisting the shift to the right and showing that the inhumane, fascist ideology of the AfD has no place here. But much more than opposing the AfD, it is about politics for human dignity, for a better future. Climate protection does not begin somewhere else, but here in Baden-Württemberg, here in Heidelberg.
So go to the polls on March 8 and vote for a government that is committed to climate protection. But it can’t stop there. The behavior of the last government has shown that if there isn’t enough pressure from the population, climate goals remain empty promises.
So stay active. Talk to people about the climate crisis. Yes, I too often feel that everything has already been said, but examples like Dossenheim show that it’s worth it. As a strong civil society, we can be the drivers of change. Then we will also build wind turbines on the Lammerskopf, then we will manage to phase out gas as Mannheim is showing us how, then we will simply build a fairer future for ourselves.
– Speech by Prof. Dr. Werner Aeschbach ( Institute for environmental physics at University Heidelberg)
I am delighted to see so many of you here today. Unfortunately, even after seven years of the climate strike movement, it is still necessary—perhaps even more necessary than ever—for all those who understand the climate crisis to fight together to ensure that effective action is finally taken to combat it.
I am speaking to you as an environmental and climate researcher at the local university, but also as a member of the expert panel of Scientists for Future (S4F). Many thanks to the organizers of the strike for the invitation. It is a good idea to maintain contact between the climate strike movement, Fridays for Future (FFF), and S4F.
In 2019, S4F was founded spontaneously in response to the youth climate strikes. Our aim was to give FFF the scientific backing it deserved. The statement from March 2019, entitled “The concerns of the young people demonstrating are justified,” was signed by almost 27,000 scientists from German-speaking countries!
This led to the formation of S4F, an association of scientists committed to ensuring that scientific findings on climate change and the general sustainability crisis are appropriately incorporated into political debates. The S4F’s expert committee is an interdisciplinary body of around 170 scientists who advise S4F and support it with their specialist expertise. We are driven by a sense of responsibility towards future generations and a democratic society.
S4F and its specialist groups regularly issue statements on current political issues. S4F’s latest statement deals with the energy policy of Federal Minister for Economic Affairs Katherina Reiche, which it subjects to a reality check. Unfortunately, we have to conclude that the Federal Minister for Economic Affairs‘ gas policy is a step backwards for fossil fuels! Once again, the interests of the fossil fuel lobby are more important than a good future for all of us, and we can no longer accept this!
Unfortunately, the international climate protection situation is not looking good either. In the US in particular, anti-science policies have once again prevailed. Our American colleagues in climate and environmental research are under great pressure there, with some even leaving the country where their research is no longer welcome.
Even worse, however, are the many setbacks in climate and energy policy. Donald Trump dreams of ruling the world as the owner of the largest reserves of fossil fuels. He has officially declared US “energy dominance” to be one of his administration’s goals, and by that he means exclusively fossil fuels.
Here in Europe, in Germany, and also in Baden-Württemberg, we must recognize that clinging to the energy sources of the past is a double dead end. Not only does this path lead us directly into an ever-escalating climate crisis, it also keeps us dependent on autocrats around the world.
So let us be wise and forward-looking and participate in the global boom in renewable energies, which are becoming increasingly affordable. Let us become pioneers of the technologies of the future, which will bring enormous efficiency gains in areas such as transportation and heating through electrification. We must demand from our politicians not openness to technology, but consistent promotion of clearly recognizable technologies of the future. And we must make it clear to our fellow citizens that climate protection does not mean sacrifice and loss, but rather brings with it enormous opportunities for the future.
Dear climate activists, The reality is frightening: the last three years have been the warmest globally since records began, probably for thousands, if not hundreds of thousands of years. These were the first years that were around 1.5 °C warmer than the pre-industrial average. The ideal target of limiting global warming to 1.5 °C, set out in the 2015 ParisParis ist eine Stadt in Frankreich. Dort wurde das Klima∙abkommen unterschrieben. More Climate Agreement, is therefore no longer achievable. In a few years, we will also exceed this threshold in terms of the long-term average.
There are also signs that warming is currently accelerating further. The upper target of 2.0 °C set in the ParisParis ist eine Stadt in Frankreich. Dort wurde das Klima∙abkommen unterschrieben. More Climate Agreement is therefore no longer very far off; it could be exceeded well before 2050 if we do not take decisive action soon. In 2025, the German Physical Society (DPG) and the German Meteorological Society (DMG) published a joint appeal warning of accelerating warming and calling for action. A young physicist who did her master’s thesis with me a few years ago was involved in this.
Today’s strike is also intended to send a signal ahead of the upcoming state elections in Baden-Württemberg. Much can and must be done for climate protection at the state level as well. It is therefore right and important that the climate movement makes its voice heard. We can no longer afford policies that further delay progress in the fight against the climate crisis. It is therefore very important that a progressive, forward-looking climate policy wins in this election! Let’s do everything we can to make this happen!
– Speech by Energiewende Bergstraße
I grew up in the 80s and 90s. Back then, there was a TV series that many of you will be familiar with: Star Trek: The Next Generation. It presented a vision of a society without poverty, racism, or greed. A humanity that doesn’t ignore its problems, but solves them.
When the Cold War ended and Germany was reunified, this vision suddenly felt within reach. The “winds of change” were blowing through Europe. And I thought: Maybe we’ll live to see it. Maybe we’ll manage to make renewable energies big – and thus make at least part of this vision a reality.
And yes: with the Renewable Energy Sources Act at the turn of the millennium, the Red-Green coalition laid the foundation. Solar and wind began to grow. Things were moving forward.
But there was resistance from the very beginning. Under the CDU and FDP, the solar industry was almost brought to a standstill by massive cuts in feed-in tariffs – the so-called “Altmaier kink” in 2012. Thousands of jobs disappeared. An entire industry was slowed down.
Then came wind power. It grew—and disrupted the fossil fuel business model. In 2017, the grand coalition introduced tenders that effectively capped expansion. Once again, progress came to a halt.
And then came Fridays for Future.
In 2019, millions took to the streets worldwide. 1.4 million in Germany alone. 10,000 here in Heidelberg. Suddenly, that energy was back. That determination. That hope.
The traffic light coalition took its foot off the brakes. The expansion of solar and wind power picked up again. The Onshore Wind Energy Act speeds up approvals and obliges the federal states to provide land. Despite the pandemic. Despite the war in Ukraine. Things were moving forward again.
And again I thought: Now it’s finally tipping over. Now the fossil fuel era is history.
But then came another setback.
The traffic light coalition broke up. Minister Reiche is trying to make gas Germany’s most important energy source. The expansion of renewables is to be made dependent on the sluggish expansion of the grid – instead of finally adapting the grids to the reality of the energy transition. Fascism is returning worldwide, Trump is stopping climate protection in the US, and only 30% of German citizens still consider climate protection to be important.
That is the pattern of our times: hope. Progress. Headwinds. Setbacks.
But that is not the whole story.
The seed sown in 2019 has sprouted. In Dossenheim. In Schriesheim. Referendums in favor of wind power – right here in our region. People are taking responsibility. Communities are choosing the future over stagnation. And in the US, too, people are standing up.
And that is exactly what this state election is about.
They want us to get tired. They want us to believe that it’s pointless. They want us to get used to setbacks.
But every time we get back up, the future shifts a little.
We know it’s a back-and-forth process. We know there is resistance. And we also know that without us, nothing will change.
More hot days or more wind turbines. More dependence on fossil fuels or more solar power. More delays or more speed.
That’s what it’s all about.
We choose humanity. We choose climate protection. We choose the future.
All speeches are translated with DeepL.com