14.00 Uhr — Kritik des zynischen Handelns – Warum Handeln wir wider besseren Wissens?

Dr. Phil. Dipl-Psych. Matthias Richter und Dr. phil. Oliver Florig

Workshopreihe (Montag-Mittwoch) Teil 2, aufeinander aufbauend; kann aber einzeln besucht werden

Das Wissen vom Klimawandel haben wir spätestens seit dem Kyoto-Protokoll 1997. Wieso aber haben wir unseren Lebensstil immer weiter fortgeführt? Hier fallen uns zahlreiche allzumenschliche Erklärungen ein wie Trägheit oder Gier, soziale Dynamiken wie Habitus und Statusobjekte oder psychodynamische Abwehrmechanismen wie Verleugnung. Nach unserer Einschätzung aber liegt darunter nochmals die grundsätzliche Problematik einer kapitalistisch deformierten öffentlichen Praxis und letztlich die Frage, womit wir uns identifizieren. Was stellen wir uns heute unter einem gelingenden Leben vor? Spielt hierbei die Gesundheit der Natur wirklich noch eine Rolle für uns?

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Alte Ethnologie

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Stundenplan

Montag 25.11. (Teil 1)

14.00 - 15.00
Wissenschaftliches Denken - Rettung oder Übel in Zeiten des Klimanotstandes?
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Prognosen zum Klimawandel fungieren aktuell als Aufklärung und sogar moralische Instanz. Aber ist das wissenschaftliche Denken und Handeln nicht auch eine Ursache für den aktuellen Klimanotstand? Was macht das wissenschaftliche Denken aus und wie weit kann die wissenschaftliche Aufklärung uns einen richtigen Umgang mit der Natur weisen? Wo liegen die Grenzen der heutigen Wissenschaft und welche Antwort braucht es dann?
Speaker*innen
Dr. phil. Matthias Richter, Dr. phil. Oliver Florig

Mittwoch 27.11. (Teil 3)

14.00 - 15.30
Gutes Leben und Selbsttranszendenz - Die Klimakrise als Chance
Die ökologische Krise bietet die Chance, ein altes Menschheitsthema wieder aufzugreifen, nämlich die Frage nach dem guten Leben. Wie wollen wir leben? Wie viel materielle Güter brauchen wir? Wie gehen wir mit der Natur um? Was macht überhaupt ein gelingendes Leben aus? Im Workshop sollen philosophische, soziologische und psychologische Positionen miteinander ins Gespräch gebracht werden. Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Selbst-Transzendenz in unserem Leben spielen soll: Leben wir dann gut, wenn wir allein unser Wohlergehen in den Mittelpunkt des Handelns stellen oder gehört zum guten Leben nicht auch, dass wir uns auf etwas beziehen, dem wir einen Eigenwert zubilligen müssen.
Speaker*innen
Dr. phil. Matthias Richter, Dr. phil. Oliver Florig
Dr. phil. Matthias Richter
https://www.psychotherapeutische-praxis-heidelberg.de/person.html
Dr. phil. Oliver Florig
https://www.oliver-florig.de/ueber-mich

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